Amon: Verfehlte Bildungspolitik in Wien bedeutet für Schüler Sackgasse

Durchlässigkeit im Schulsystem durch richtige Schulwahl sicherstellen

Wien, 25. März 2004 (ÖVP-PK) Eine Umfrage des Elternverbandes über den Nachhilfekonsum von Schülerinnen und Schülern dazu zu benützen, von "kalter Einführung des Schulgeldes durch die Hintertür" zu sprechen, sei ein wirklich waghalsiger Schluss von Erwin Niederwieser, sagte ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon heute, Donnerstag. "Die Zahl an Schülerinnen und Schülern, die Nachhilfe benötigen, drückt aus, dass Bildungsexperten und Eltern gefordert sind, für jede Schülerin und jeden Schüler die Schule zu finden, die ihren oder seinen Neigungen, Begabungen und Interessen am besten entsprechen", so Amon. ****

Das sei vor allem notwendig, um die Aufrechterhaltung der Durchlässigkeit im Bildungssystem weiter gewährleisten zu können, damit das, was heute in den öffentlichen Hauptschulen in städtischen Ballungszentren passiere, nicht in ganz Österreich gang und gebe werde: "Diese Schulen laufen Gefahr, zu bildungspolitischen Sackgassen zu werden", so Amon. Insbesondere zeige sich dies im Moment durch die verfehlte Bildungspolitik in der Bundeshauptstadt Wien.

Was Niederwiesers Forderung zu den Finanzausgleichsverhandlungen betreffe, erinnerte der ÖVP-Bildungssprecher seinen SPÖ-Kollegen daran, dass diese an die falsche Adresse gerichtet sei: "Nicht Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sitzt bei den Finanzausgleichsverhandlungen, sondern immer noch der Finanzminister mit den einzelnen Landeshauptleuten." Sollte Niederwieser mit den dort zustande gekommenen Verhandlungsergebnissen nicht zufrieden sein, werde es an ihm liegen, mit den SPÖ-Landeshauptleuten Burgstaller, Häupl und Niessl Kontakt aufzunehmen, so Amon.

Im Übrigen erinnerte Amon, dass in den Gymnasien pro Schuljahr in jeder Klasse insgesamt 72 Unterrichtsstunden für Förderunterricht in Pflichtgegenständen vorgesehen werden. In der Regel wird der Förderunterricht geblockt auf acht Wochen mit jeweils zwei Stunden angeboten. Pro Klasse werden im Schnitt rund 3.300 Euro für Förderangebote zur Verfügung gestellt, was österreichweit einer Summe von 14,5 Millionen Euro entspricht. Bei der Lehrerfortbildung wird auch die inhaltliche Arbeit im Förderunterricht berücksichtigt und so die Effizienz weiterentwickelt, schloss der ÖVP-Bildungssprecher.

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