Wirtschaftsverband Wien: Strobl logischer Nachfolger von Walter Nettig als Präsident der Wirtschaftskammer Wien

"Salzburger Ängste" im Wirtschaftsbund Wien?

Wien (OTS) - Die gestrige Rückzugsankündigung von Walter Nettig, Präsident der Wirtschaftskammer Wien (WK Wien), und das damit ersichtlich gewordene Chaos in der Wiener ÖVP und im Wirtschaftsbund Wien gibt Anlass zu vielerlei Spekulationen. Wesentlich ist, dass sich einer der mächtigsten Männer aus der Riege der "ÖVP-Wirtschaftspatriarchen" 2005 nicht mehr der Wahl stellen wird.

Walter Nettig betonte in seiner gestrigen Presseaussendung, dass es nun "Zeit für einen Wechsel" an der Spitze der WK Wien sei. "Diese Feststellung ist richtig, denn es ist tatsächlich Zeit für einen Wechsel in der Politik der WK Wien", betont KR Günter Wandl, Geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes Wien.

"Ein Generationswechsel allein ist jedoch zu wenig, die WK Wien braucht eine modernere und sozialere wirtschaftspolitische Handschrift", fordert Wandl. Wie nun bei der so genannten "Steuerreform" offenkundig wird, ist der Wirtschaftsbund nicht in der Lage genau diese Politik durchzuführen bzw. sich gegen die ÖVP durchzusetzen. "Die Ära Nettig erarbeitete eine gute Basis, aber nun ist es an der Zeit, tatsächliche Reformen in der WK Wien einzuleiten. Dafür steht Fritz Strobl und der Wirtschaftsverband Wien", so Wandl.

Die WK Wien soll nach Ansicht des Wirtschaftsverbandes Wien demokratischer, offener und zielgruppenorientierter werden. "Direkte Mitbestimmung bei allen wichtigen Fragen, das passive Wahlrecht für ausländische UnternehmerInnen und eine effiziente Wirtschaftspolitik für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sind jetzt gefordert. Jahrelang wurde nur geredet und seitens des Wirtschaftsbundes nicht gehandelt. Es ist an der Zeit, dass nun Taten folgen", fordert Wandl.

Abschließend betont Wandl, dass "in Anbetracht dessen, dass bislang noch alle zehn Kammern (die WKO und die neun Landeskammern) vom Wirtschaftsbund und der ÖVP dominiert werden, es demokratiepolitisch höchst an der Zeit ist, durch den Wirtschaftsverband Wien und Fritz Strobl - als zukünftigen Präsidenten der WK Wien - eine Kontrollfunktion in der WKO aufzubauen", schloss Wandl.

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