BILDUNG BAUT VORURTEILE AB Delegation der Al Azhar Universität bei Abgeordnetem Werner Amon

Wien (PK) - Der Islam trete für den Völkerfrieden ein und rechtfertige keineswegs Terrorismus und Tötung unschuldiger Menschen. Die friedvolle Botschaft des Islam sowie die Toleranz anderen gegenüber müsse durch Bildung und Weiterbildung
vermittelt werden. Diesem Ziel habe sich die Al Azhar Universität verschrieben. Das sagte heute Scheich Muhammed Sabri Bidewi, der Leiter der Abteilung Schulwesen der Al Azhar Universität, der
heute zu einem Gedankenaustausch mit dem Vorsitzenden des Unterrichtsausschusses des Nationalrates, Werner Amon,
zusammentraf. Begleitet wurde er von seinem Stellvertreter
Scheich Abd El Rauf Ahmed.

Abgeordneter Amon sowie seine Gäste betonten die Wichtigkeit von Bildung und Weiterbildung für gegenseitige Toleranz und
friedliches Zusammenleben der Religionen. Wie Amon betonte, sei
es falsch, den Terrorismus als aus dem Islam kommend zu sehen.
Dies führe zu Missverständnissen und Ängsten. Es sei daher notwendig, laut seine Stimme zu erheben, um Ängste abzubauen und
zu verhindern, dass es Missinterpretationen gibt. Österreich habe im Jahr 1912 als erstes europäisches Land den Islam anerkannt und sei um gegenseitiges Verständnis und friedliche Koexistenz
bemüht. Er sehe dieses Gespräch daher auch im Licht des Dialogs zwischen den Religionen.

Scheich Sabri Bidewi unterstrich, Toleranz heiße nicht nur, den anderen zu akzeptieren, sondern ihn auch zu respektieren. Diese Botschaft zu vermitteln, gehöre auch zum zentralen Anliegen der
Al Azhar Universität, die ein eigenes Institut für den Dialog zwischen den Religionen führe. Al Azhar sei nicht nur
Universität, sondern führe in diesem Geist auch über 6.000 Schulen, von Volksschulen bis zu Gymnasien, in aller Welt. Man
sei daher besonders dankbar, dass es Österreich ermöglicht habe, die "Vienna International Islamic School" zu errichten, die erste und größte Schule in Europa im Rahmen des weltumspannenden
Netzes. Scheich Sabri Bidewi drückte auch seinen Dank gegenüber der österreichischen Bevölkerung aus, die diese Kooperation mit ihren Steuergeldern unterstützt und damit auch mitträgt.

Die Gäste zeigten sich besonders interessiert, den Dialog weiterzuführen und die Zusammenarbeit auf dem Bildungssektor zu intensivieren, und luden Abgeordneten Amon zu einem Besuch nach Ägypten ein. (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Eine Aussendung der Parlamentskorrespondenz
Tel. +43 1 40110/2272, Fax. +43 1 40110/2640
e-Mail: pk@parlament.gv.at, Internet: http://www.parlament.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NPA0001