VP-Strobl: Grün ist wie immer keine Hilfe

Oberlehrerhaftes Getue soll die eigene Position verschleiern

Wien (VP-Klub): "Wie unrealistisch die Politik der Grünen ist, zeigen ihre Aussagen, wenn sie z.B. fordern, dass in jeder Klasse grundsätzlich zwei LehrerInnen eingesetzt sein sollten. Damit kann man zwar kurzfristig Applaus erheischen, nur ist das eben keine Lösung. Sie sagen auch nicht dazu, wie das alles finanziert werden soll oder dass Österreich schon derzeit weltweit an der Spitze liegt, was das Lehrer-Schülerverhältnis betrifft", betont der Bildungssprecher der ÖVP-Wien, LAbg. Walter Strobl, anlässlich der heutigen Aussagen der Grünen Schulsprecherin Jerusalem.

Bundesministerin Elisabeth Gehrer war bei keiner einzigen Finanzausgleichsverhandlung dabei. Die 9 Landeshauptleute alleine haben entschieden, bei den Landeslehrern zu sparen. Das gelte auch für Landeshauptmann Häupl. An der Wiener Situation gebe es daher nichts zu beschönigen. Wien könnte für seine Besonderheiten locker 300 zusätzliche Lehrer brauchen, dies habe die ÖVP immer gefordert. Doch in der SPÖ bewege sich niemand. Der einzige, der dies allerdings lösen könne, sei der Landeshauptmann.

Außerdem müsse Wien bei der Verteilung und Zuteilung der Lehrerressourcen an die einzelnen Schulstandorte jetzt rasch Aufklärung leisten. Für 14,5 Volksschüler stehe ein Lehrer zur Verfügung. In den Klassen befänden sich allerdings meistens 26 und mehr Kinder. Ähnlich sei die Situation bei den Hauptschulen. Für 9,8 Hauptschüler stehe ein Lehrer zur Verfügung. "Es stellt sich also die Frage, wo sind die überzähligen Lehrer? Dass die SPÖ in Wien seit vier Jahren eine Kindesweglegung bei der missglückten Finanzausgleichsverhandlung aus dem Jahre 2000 versucht, ist nicht neu und soll nur vom eigenen Versagen in der Landespolitik ablenken", kritisiert Strobl.

Keine Lösungskompetenz bei den Grünen

Die Grünen seien dabei willfährige Helfer. Durch ein Pseudokoalitionsabkommen mit der Wiener SPÖ seien sie de facto mitverantwortlich und tragen alle Schritte bei Abstimmungen mit. "Alles was zur Entlastung der Wiener LehrerInnen beitragen könnte, wird schön brav von Rot-Grün gemeinsam abgelehnt, so z.B. die vorschulische Sprachintegration bereits im letzten Kindergartenjahr. Dies würde die Volksschullehrer massiv entlasten und die Ressourcen der Begleitlehrer für die Senkung der Klassenschülerzahl frei machen. Sogar SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer hat dies zuletzt gefordert. Aber Wien bewegt sich nicht", so der VP-Bildungssprecher.

Die ÖVP bleibe dabei: Dort, wo Lehrer andere Tätigkeiten für die Stadt erfüllen - das gilt sowohl für den sozialen Bereich als auch bei den ganztägigen Schulen und bei der Sprachintegration - geht das auf Kosten der klassenführenden Lehrer. "Wir fordern daher Klarheit und eine Offenlegung aller Lehrerdienstposten, sowie die Senkung der Klassenschülerzahl auf 20 und eine schwerpunktmäßige verbindliche vorschulische Sprachintegration bereits im letzten Kindergartenjahr. Mit einer deutlich kleineren Klassenschülerzahl und Schülern, die die deutsche Sprache beim Schuleintritt schon beherrschen, können die Klassenlehrer viele kleine Probleme durchaus selbst lösen, weil sie sich den einzelnen Kindern besser widmen können. Die ÖVP-Wien hat also konkrete Lösungsvorschläge. Wir laden die Grünen herzlich ein, diese Vorschläge zu unterstützen", betont Strobl abschließend.

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