Grüne verteilen Ostereier an KollegInnen im Parlament

Weinzinger fordert Käfigverbot für Legehennen im Bundestierschutzgesetz

Wien (OTS) - Den letzten Plenartag vor Osterrn haben die Grünen
zum Anlass für eine Aktion im Parlament genommen, mit der sie die Verankerung eines Käfigverbots für Legehennen im Bundestierschutzgesetz fordern. Die Grün-Abgeordneten verteilten während der Fragestunde mit Ministerin Rauch-Kallat - demnächst Hauptzuständige für Tierschutz in Österreich, wenn es zu einem bundeseinheitlichen Tierschutzgesetz kommt - an alle Abgeordneten im Hohen Haus Ostereier und eine Postkarte, auf der Hühner im Käfig fordern ‚Holt uns hier raus’.

"Damit soll auf nach wie vor offene und strittige Punkte im Entwurf für ein Bundestierschutzgesetz hingewiesen werden", so Brigid Weinzinger, Tierschutzsprecherin der Grünen. Der Entwurf sieht zwar ein ‚Käfigverbot’ nach der EU-Richtlinie vor, allerdings sind davon nur sogenannte ‚nicht ausgestaltete’ Käfige erfasst. Die unwesentlich größeren und (mit einer Sitzstange) ausgestalteten Käfige sollen aber weiterhin erlaubt bleiben, obwohl sich Fachleute einig sind, dass die Käfighaltung von Legehennen eine tierquälerische Haltungsform darstellt.

Die Grünen fordern daher
-die gesetzliche Verankerung eines generellen und österreichweit gültigen Käfigverbotes bei Legehennen mit geeigneten Übergangsfristen (etwa bis 2009),
- keine Aufhebung des bestehenden Käfigverbots in fünf Bundesländern durch das Bundestierschutzgesetz,
- die Möglichkeit für Bundesländer, rascher aus der Käfighaltung auszusteigen als die bundeseinheitlichen Regelungen das zwingend vorschreiben.

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