Weinzinger: Diskriminierung von Frauen bei Medikamenten-Tests

Medikamenten-Wirkung auf Frauen muss gleich wie bei Männern abgetestet werden

Wien (OTS) - Frauen sind im Gesundheitsbereich in mehrfacher Hinsicht diskriminiert. "Eine der gravierendsten Diskriminierungen ist jene, dass die Wirkungen - und Nebenwirkungen - von Medikamenten auf Frauen häufig nicht oder viel weniger genau als die Wirkungen auf Männer getestet werden, weil in den klinischen Studien für die Zulassung der Medikamente diese überwiegend oder überhaupt nur an Männern getestet werden", kritisiert Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen. So berichtet etwa Margarete Hochleitner in ihrer Studie aus 1997 'Frauen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen', dass bei einer amerikanischen Studie zur präventiven Wirkung von Aspirin bei Herzinfarkten Frauen generell aus dem Test ausgeschlossen wurden.

Anlässlich der heutigen Gesundheitsdebatte bringen die Grünen daher einen Antrag ein. Darin wird gefordert, dass im Zulassungsverfahren für neue Medikamente immer überprüft wird, dass in den Testverfahren für diese Medikamente deren Auswirkungen auf Frauen in gleichem Ausmaß ausgetestet werden wie die Auswirkungen auf Männer oder alternativ, dass neue Zulassungsverfahren eingeführt werden, die vorschreiben, dass bei den Testverfahren für neue Medikamente deren Auswirkungen auf Frauen in gleichem Ausmaß ausgetestet werden wir die Auswirkungen auf Männer.

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