RASINGER: SOLIDARITÄT ZUR AUFRECHTERHALTUNG DES GESUNDHEITSSYSTEMS ERFORDERLICH!

Wien, 25. März 2004 (ÖVP-PK) Ohne Forschung gibt es keinen Fortschritt in der Medizin - etwa in der Kinderkrebsbehandlung oder der Notfallmedizin. Doch es gilt immer, den Nutzen und die Risiken abzuwägen und vor allem Minderjährige und Nicht-Einwilligungsfähige zu schützen. Forschung braucht daher Abwägung und Kontrolle. Das erklärte ÖVP-Gesundheitssprcher Abg. Dr. Erwin Rasinger heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats. ****

Es gehe in der Medizin und im Gesundheitssystem aber auch um eine weitere Abwägung, fuhr Rasinger fort: "Um die Abwägung von Kosten und Nutzen." Die Entwicklung eines Medikamentes koste derzeit rund eine Milliarde Dollar, die Medikamentenkosten steigen weltweit an. "Es ist unser Ziel, die Steigerung der Medikamentenkosten in Österreich auf drei bis vier Prozent zu drücken - unter SPÖ-Gesundheitsministern waren es weitaus mehr (durchschnittlich acht Prozent in den 90er Jahren)", erinnerte der ÖVP-Gesundheitssprecher. "Wir wollen und müssen dieses Problem nicht durch Wegschauen oder Schuldzuweisungen lösen, wie sie von SPÖ-Seite kommen. Sondern wir wollen die Probleme benennen und dann Lösungen suchen - und dazu müssen alle solidarisch beitragen."

FAIRE DISKUSSION ÜBER FAIRE REFOM

Bundeskanzler Schüssel habe im Herbst die Hand für einen nationalen Konsens im Gesundheitswesen ausgestreckt, "und das sind wir den Patientinnen und Patienten auch schuldig", fuhr Rasinger fort. "Medizinische Fortschritte und eine gestiegene Lebenserwartung sind positive Veränderungen, die etwas kosten. Wir bekennen uns zu diesen Kosten und zum österreichischen Weltklasse-Gesundheitssystem, denn wir wollen in Österreich keine englischen oder französischen Verhältnisse im Gesundheitswesen. Daher brauchen wir eine faire Diskussion über eine faire Reform. Wir müssen die Versorgungsdefizite füllen, aber auch jeden Euro umdrehen und Möglichkeiten für Einsparungen finden. Polemik und Schnellschüsse nützen uns dabei nichts. Wir brauchen Solidarität, um den Menschen weiter garantieren zu können, dass sie ein Spitalsbett bekommen, wenn sie es brauchen, dass sie eine Operation bekommen, wenn sie sie brauchen, und dass sie jenen Arzt wählen können, den sie wollen."

"Es geht um menschliche Schicksale, es geht um Hilfe, Linderung und die mögliche Beseitigung dieser Schicksale", mahnte Rasinger abschließend.
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