Arbeitsklima-Index OÖ: Der Optimismus ist verflogen

Linz (OTS) - Die heimischen Arbeitnehmer blicken mit Sorgen in die Zukunft. Sie sind immer weniger mit ihrem Einkommen zufrieden, die Hoffnung auf eine ausreichende Pension ist im Schwinden. Viele haben Angst um ihren Arbeitsplatz. "Die Menschen reagieren auf die Politik der Bundesregierung, ein Kurswechsel ist dringend angesagt", kommentiert AK-Präsident Kalliauer.

Der erstmals für das Bundesland Oberösterreich erhobene Arbeitsklima-Index der Arbeiterkammer spricht eine klare Sprache: War die Arbeitszufriedenheit im Jahr 2001 noch auf einem Höchstwert von 108 Indexpunkten, so liegt sie derzeit bei 106 Punkten - Tendenz weiter fallend.

Hauptursache für diesen Trend nach unten ist der Einbruch des Wirtschaftsoptimismus - die Zahl jener, die mit Sorgen in die wirtschaftliche Zukunft Österreichs blicken, hat sich von 18 Prozent im Jahr 2001 auf 28 Prozent im Jahr 2003 erhöht.

Gleichzeitig geben 52 Prozent aller Befragten an, ihr Einkommen reiche gerade noch oder gar nicht mehr aus, 2001 waren es noch 42 Prozent gewesen. Hinsichtlich der Pensionen sehen die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher ebenfalls schwarz: ein Drittel ist der Ansicht, die Pension werde einmal nicht reichen, bei den unter 30-Jährigen sind sogar 42 Prozent dieser Meinung.

41 Prozent der Befragten sind weiters der Ansicht, die heimischen Arbeitsplätze seien nicht sicher (2001: 27 Prozent). Bei den Arbeitslosen ist die Situation besonders trist, hier sind drei von vier Betroffenen der Meinung, es sei schwer, wieder einen Job zu finden.

"Die Menschen reagieren auf die Politik der Bundesregierung", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. "Die sogenannte Pensionsreform hat für die meisten Arbeitnehmer nur Verschlechterungen gebracht. Bei der Steuerreform wurden Konzerne mit Steuergeschenken verwöhnt, die Beschäftigten gehen leer aus. Kein Wunder, dass Arbeitnehmer sich vernachlässigt fühlen."

Die Arbeiterkammer hat wiederholt Alternativen zur Politik der derzeitigen Bundesregierung erarbeitet und präsentiert. "Die Regierung in Wien hat darauf aber nicht gehört, sie ist für die schlechte Stimmung unter den Beschäftigten verantwortlich - und schadet damit dem Wirtschaftsstandort Österreich", schließt AK-Präsident Kalliauer.

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