ÖAMTC: Wunschtaferl können ab 1. Juli bequemer verlängert werden

Für die Verlängerung sind nicht mehr die Behörden zuständig, sondern die Versicherungen

Wien (ÖAMTC-Presse) - Abgelaufene Wunschkennzeichen können leichter verlängert werden. Die Nationalräte beschließen dazu heute eine Novelle zum Kraftfahrgesetz (KFG). "Statt der Behörde sind jetzt die Zulassungsstellen der Versicherungen zuständig. Besitzer von Wunschkennzeichen, deren Taferln ihre Gültigkeit nach 15 Jahren verlieren, können Anträge auf Verlängerung bei der Versicherung stellen", sagt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer. Die Regelung soll mit 1. Juli in Kraft treten.

Das Kraftfahrgesetz wird novelliert, weil im Herbst für viele Besitzer die sogenannte "Freihaltefrist" endet und sich Wunschkennzeichen-Besitzer den Weg zum Amt ersparen sollen.

Die für 15 Jahre im voraus entrichtete Gebühr wird wieder fällig, will man sein Wunschkennzeichen behalten. "Der Versicherungsverband wird Besitzer von Wunschkennzeichen vor Ablauf der Gültigkeit rechtzeitig informieren", weiß der ÖAMTC-Jurist. Wer sich zum ersten Mal sein Wunschkennzeichen bestellt, dem bleibt allerdings der Weg zur Behörde nicht erspart. Die Zulassungsbehörde ist weiterhin für die erstmalige Ausgabe von Wunschkennzeichen zuständig.

Die Verlängerung eines Wunschkennzeichens kostet 159 Euro, davon bleiben der Zulassungstelle 14 Euro. Die übrigen 145 Euro gehen in den Topf des Verkehrssicherheitsfonds. Das Geld aus dem Verkehrssicherheitsfonds wird im Verhältnis 40 zu 60 zwischen Bund und Ländern aufgeteilt.

Eine Pflicht zum Austausch der Wunschkennzeichen auf neue Kennzeichentafeln mit EU-Emblem besteht nicht. Wer bei seinem Wunschtaferl auf das EU-Emblem nicht verzichten will, muss beim Pkw 18 Euro, beim Motorrad 9,80 Euro für neue Kennzeichen bezahlen.

Verzichtet der Besitzer von Wunschkennzeichen auf eine Verlängerung, müssen nach Ablauf der Gültigkeit die Kennzeichentafeln entweder bei der Behörde oder bei der Zulassungsstelle abgegeben werden. ÖAMTC-Jurist Hoffer rät, abgelaufene Wunschkennzeichen auch wirklich zurückzugeben: "Kfz-Besitzer, die mit ihren abgelaufenen Wunschkennzeichen trotzdem weiter unterwegs sind, riskieren laut Kraftfahrgesetz Geldstrafen."

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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