Fonds Gesundes Österreich: Gesunde Bewegung für aktive Kids

Alarmierende Studien über Bewegungsarmut bei Kindern

Wien (OTS) - Viel Bewegung macht Kinder schlau. Eine aktuelle
Studie der Sporthochschule Köln konnte zeigen, dass Kinder, die sich regelmäßig bewegen, bei Konzentrationstests deutlich besser abschneiden ab als relativ unbewegte Kids.

Bewegung in den Kinder- und Jugendjahren beeinflusst aber auch die körperliche Fitness, reduziert Risikofaktoren für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen und führt zu einer besseren Lebensqualität. "Ein altersadäquates Bewegungsangebot stärkt auch das Selbstbewusstsein und fördert das Sozialverhalten", erklärt Dennis Beck, Geschäftsführer des Fonds Gesundes Österreich. Dazu kommt eine positive Wirkung auf mögliches Suchtverhalten: Junge Leute, die regelmäßig Bewegung machen, rauchen, so zeigt eine aktuelle Studie, deutlich seltener als inaktive Jugendliche.

Kinder werden zu Couch-Potatoes

Doch von diesen positiven Auswirkungen regelmäßiger Bewegung profitieren immer weniger Kinder; sind doch immer mehr von akutem Bewegungsmangel betroffen. "Das körperliche Leistungsvermögen der elf- bis 14-jährigen ist Besorgnis erregend", heißt es denn auch in der "Klug-&-Fit-Studie" des Instituts für Sportwissenschaften der Universität Salzburg. Fehlende Bewegungsräume, stundenlanges Sitzen in der Schule oder vor dem Video, TV oder dem Gameboy machen aus vielen Kindern unbewegte Couch-Potatoes.

Freude an der Bewegung vermitteln

Nur: wie motiviert man Kinder zu mehr Bewegung? Mag. Günter Schagerl, Fitness-Experte der ASKÖ-Bundesorganisation und Mitglied des Fachbeirates des Fonds Gesundes Österreich rät, den Kindern Freude an der Bewegung zu vermitteln: "Bewegung muss Freude machen und darf keinen Leistungsdruck erzeugen", so Mag. Schagerl. Falsch wäre es, zu versuchen, die Jüngsten zu SpitzensportlerInnen zu machen. "Das ist völlig kontraproduktiv. Damit wird erst recht der Grundstein für Bewegungs-Verweigerung gelegt", warnt Mag. Schagerl.

Wichtig, so der Fitness-Experte, wäre es auch, für Kinder Bewegungsanreize schaffen. Zum Beispiel im Kinderzimmer ein kleines Trampolin oder einen Hüpfball bereit stellen, im Garten eine Hängeleiter oder ein Klettergerüst. Dazu sollte man in der Wohnung möglichst viel Raum für Bewegung schaffen, oder wo immer möglich, Kinder zum Spielen draußen anregen.

Erwachsene sind Vorbilder

Wie so oft im Leben gelten Erwachsene als Vorbilder für Kinder -auch in Sachen Bewegung. Mag. Schagerl: "Eltern, KindergärnterInnen oder LehrerInnen, die selbst nur wenig körperlich aktiv sind und kaum Bewegungsspiele vorzeigen können, werden Probleme haben, Kindern wirklich Freude an der Bewegung zu vermitteln." Wer seinem Kind hingegen Spaß an der Bewegung vorlebt, wird schon bald eine/n kleine/n "MitläuferIn" an seiner Seite haben.

Gemeinsam ist besser als einsam

Am besten und auch am lustvollsten für Kinder ist es, wenn sie ihr Bewegungsprogramm gemeinsam mit FreundInnen absolvieren können. Denn das gemeinsame Entdecken von Bewegung motiviert, regt die Kreativität an und fordert heraus. Das vielen Eltern bekannte "Das ist so fad" wird in der Gemeinschaft mit anderen bewegten Kids rasch verschwinden.

Dabei gilt es auch, die richtige Sportart für das Kind zu finden. Mag. Schagerl: "Fragen Sie Ihr Kind, worauf es Lust hat. Drängen Sie Ihr Kind nicht, sich zu schnell festzulegen. Wer Bewegung unter Druck machen muss, verliert nämlich bald die Freude daran."

Österreich in Bewegung

Mit seiner aktuellen Kampagne unter dem Motto "Es ist nie zu spät, den ersten Schritt zu tun" will der Fonds Gesundes Österreich gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium möglichst nicht nur Kinder und Jugendliche, sondern möglichst viele ÖsterreicherInnen durch TV-Spots, Plakate, Inserate und regionalen Aktionen "in Bewegung bringen". Die Initiative soll die Schwellenängste bislang inaktiver Menschen abbauen und zu mehr gesundheitsförderlicher körperlicher Aktivität anregen. "Im Rahmen der Kampagne wird besonders die Bedeutung regelmäßiger Bewegung, die in den Alltag integriert wird, betont. Wir wollen zeigen, dass es gar nicht so schwierig ist, den ersten Schritt zu tun", sagt Dennis Beck.

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Tel (01) 89504 00
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