Darabos: Außenministerin brüskiert Spanien

Unhaltbares Amtsverständnis von Ferrero-Waldner

Wien (SK) "Es ist eine unglaubliche Respektlosigkeit
gegenüber den Opfern des feigen Terrorüberfalls von Madrid und eine Beleidigung des gesamten spanischen Volkes, dass die österreichische Außenministerin lieber Wahlkampf in Österreich macht, als an den von hochrangigen internationalen Gästen beehrten Trauerfeierlichkeiten in Madrid teilzunehmen", kritisierte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Sie offenbart damit einmal mehr ein unhaltbares Amtsverständnis, das Österreichs Reputation schwer beschädigt." ****

Während hochrangige Staats- und Regierungschefs wie Jacques Chirac, Tony Blair und Gerhard Schröder, aber auch US-Außenminister Colin Powell ihre Solidarität mit dem spanischen Volk zum Ausdruck brachten, entsandte Österreich bloß Kunststaatssekretär Franz Morak. Selbst diese Peinlichkeit sei vom "Regierungsfunk ORF" schamhaft verschwiegen worden. "Der Außenministerin war es wichtiger, ihren Wahlkampfkalender einzuhalten, anstatt Österreich in dieser historisch bedeutsamen Stunde zu repräsentieren und ein Zeichen gegen den Terror zu setzen", hielt Darabos fest. Ihr gestriger Wahlkampftag sah hingegen so "unglaublich wichtige" Termine wie die Übergabe eines Jeep an den Malteser Hospitaldienst, einen Besuch in der Lugner City und die Eröffnung eines Kongresses der Europäischen Volkspartei vor. "Wenn Ferrero-Waldner nicht mehr die Zeit und Energie aufwenden kann, ihr Land gebührend zu vertreten, dann soll sie gefälligst die Konsequenzen ziehen und als Außenministerin sofort zurücktreten. Solche Pflichtverletzungen sind eines Mitgliedes der österreichischen Bundesregierung einfach unwürdig", schloss Darabos. (Schluss) hs/mm

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