AK bleibt dabei: Ökostromgesetz rasch novellieren

Wien (AK) - Die Berechnungen der AK stimmen, wonach sich eine Belastung von 20 Prozent auf den reinen Strompreis ergibt, wenn das Ökostromfördersystem nicht neu geregelt wird, reagiert AK-Energieexperte Ditmar Wenty auf Ökostrom und IG Windkraft. Das Ökostrom-Förderziel von 4 Prozent ist durch den derzeitigen Boom an Windkraftanlagen bereits Anfang 2005 erreicht. Bis 2007 wird ein Ökostromanteil von 5,35 Prozent prognostiziert. Für die gesamte Förderperiode von 13 Jahren bedeutet das einen Mittelbedarf von rund 2,5 bis 3 Mrd Euro nicht miteingerechnet die Förderung von geplanten Biomasseanlagen und Kraft-Wärme-Kupplungs-Anlagen. Zählt man diese Belastungen dazu ergibt sich eine Gesamtbelastung von 20 bis 37 Prozent auf einen Strompreis von 3,2 Cent pro Kilowattstunde.

Die AK weist den Vorwurf der Panikmache von Ökostrom und IG Windkraft zurück. Die AK nimmt sehr wohl das Ökostromziel ernst und bekennt sich zu dessen Erreichung. Ökostrom sollte so gefördert werden, das es Anreize zur Effizienzverbesserung gibt und die Erzeugungsanlagen mittelfristig mit marktfähigen Preisen produzieren können. Diese Anregungen wurden nur bei der Förderung der Kleinwasserkraft ernst genommen, sagt Wenty. Bei den übrigen Ökostromerzeugern wurde zwar eine Begrenzung der Fördersumme auf ca 112 Mio Euro per Verfassungsbestimmung vorgenommen, jedoch keine Vorkehrungen für den Fall getroffen, dass die Zielquoten früher erreicht werden oder ein höherer Mittelbedarf nötig ist.

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