Schüssel: Steuerreform 2005 entfaltet schon jetzt positive Wirkung

Bundesregierung beschloss 2. Etappe der Steuerreform

Wien (OTS) - Der Ministerrat beschoss heute die zweite Etappe der Steuerreform, die ab 1. Jänner 2005 in Kraft treten soll. Schüssel:
"Das ist ein Herzstück der Entlastungspolitik der Bundesregierung." Der Bundeskanzler wies darauf hin, dass die Abgabenquote mit dieser Steuerreform auf 42,3% sinken werde. 1999 unter einem sozialdemokratischen Finanzminister und Bundeskanzler lag die Abgabenquote noch bei 44,4 %. Die beiden Etappen der Steuerentlastung von 2004 und 2005 bringen insgesamt eine Nettoentlastung von über drei Milliarden Euro.

Als Zielsetzungen der Steuerreform nannte der Bundeskanzler eine Entlastung der kleinen Einkommen, eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes die Sicherung von Arbeitsplätzen und die Senkung der Körperschaftssteuer von 34 auf 25 %. Eine attraktive Gruppenbesteuerung, eine Tarifreform und eine Einkommensstärkung für die Familien sind weitere Kernelemente der Steuerreform.

Bundeskanzler Schüssel: "Die standortrelevanten Punkte entfalten schon jetzt eine sehr positive Wirkung. Wir haben in den ersten beiden Monaten dieses Jahres bereits wesentlich mehr Anfragen von internationalen Unternehmen für Betriebsgründungen in Österreich verzeichnen können als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. In den ersten beiden Monaten gingen 537 diesbezügliche Anfragen ein. Das ist ein Anstieg von 60 %. Alleine aus Deutschland kamen 370 Anfragen, was eine Verdoppelung darstellt. Das Steuerentlastungspaket führt aber auch dazu, dass viele Investitionsentscheidungen in Österreich zu Gunsten heimischer Arbeitsplätze ausfallen."

Begleitet werde die Steuerreform von einem energischen Kampf gegen den Steuerbetrug, kündigte der Bundeskanzler an. Schüssel: "Zur Bekämpfung des Steuerbetruges, der organisierten Schatten- und Schwarzarbeitswirtschaft sowie im Kampf gegen den Sozialbetrug werden wir unsere Kapazitäten aufstocken. Es ist aber auch sinnvoll, eine Einladung zur Rückkehr in die Legalität zu setzen. Das haben auch andere Länder wie Deutschland, Schweiz, Italien, Irland und die USA gemacht."

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