Tumpel: "Alibi-Steuerreform" bringt zu wenig für die Arbeitnehmer

Steuerentlastung für kleine und mittlere Einkommen, wie sie die AK verlangt, bringt 30.000 zusätzliche Arbeitsplätze

Wien (AK) - Auch ohne Beschluss über die Steueramnestie, die "völlig unverständlich" ist für jeden Lohnsteuerzahler, geht die heute von der Regierung im Ministerrat abgesegnete Steuerreform 2005 für die AK in die falsche Richtung. Sie kommt zu spät, bringt für die Arbeitnehmer zu wenig Entlastung und praktisch nichts für mehr Beschäftigung. "Ein Durchschnittsverdiener bekommt weniger als 20 Euro im Monat. Diese Mini-Entlastungen werden von den neuen Belastungen gleich wieder aufgefressen", sagt AK Präsident herbert Tumpel, "die einzigen, die durch die KöSt-Senkung eine dauerhafte Steuersenkung haben, sind die Besitzer und Aktionäre von de facto 1.000 großen Unternehmen." Und sogar die massiv gesenkte KöSt werde durch Sondermaßnahmen wie etwa der Gruppenbesteuerung samt Firmenwertabschreibung von Beteiligungen zusätzlich noch weiter ausgehöhlt, kritisiert die AK. "Diese massive Senkung der Unternehmenssteuern ist wirtschaftspolitisch sinnlos, sie bringt keine neuen Arbeitsplätze und ist nur ein warmer Geldregen für große Unternehmen", sagt Tumpel. Als ungerecht bezeichnet der AK Präsident die so genannte Familienentlastung, weil es die nur für Alleinverdiener gibt. "Eine Arbeiterfamilie, wo beide verdienen müssen, kriegt das nicht - ein Top-Verdiener mit Kindern wird gefördert", sagt Tumpel. Für ihn kommt die Steuerreform 2005 zudem viel zu spät. "Wir hätten jetzt eine Entlastung der Arbeitnehmer gebraucht", sagt Tumpel, "das hätte 30.000 Arbeitsplätze zusätzlich gebracht. Und diese zusätzlichen Arbeitsplätze hätten wir in Österreich ganz dringend gebraucht."

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