SP-Klubobmann Karl Frais: Maßnahmen für raschen Einsatz von Diesel- Partikelfiltern

Ab 1.1.2005 soll jeder Diesel-Neuwagen mit Partikelfilter ausgestattet sein

Mit dem am 2. März 04 im Oö. Landtag eingebrachten Initiativantrag zur aFörderung der Ausstattung mit Partikelfiltern bei dieselbetriebenen Kraftfahrzeugenk hat der SP-Landtagsklub ein wichtiges Umwelt- und Gesundheitsthema aufgeworfen. "Im Ausschuss des Landtages wird über diese Forderung noch beraten, ich hoffe jedoch, dass wir gemeinsam mit den anderen Landtagsparteien rasch eine Resolution an den Bund zustande bringen. Unser Ziel muss der schnelle und möglichst flächendeckende Einsatz von Partikelfiltern in Diesel-KFZ sein. Es geht darum, auf die Automobilindustrie Druck auszuüben, so dass ab 1.1.2005 keine Diesel-KFZ mehr ohne Partikelfilter ausgeliefert werden. Gleichzeitig sollen laut unserem Initiativantrag allen derzeitigen Diesel-Fahrern - wie 1986 bei der Einführung des Katalysators - finanzielle Unterstützungen zur Nachrüstung ihrer Autos gewährt werden", erklärt SP-Klubobmann Dr. Karl Frais.

Bei dem enormen Anteil von 70 Prozent, den dieselbetriebene Autos bereits auf Österreichs Straßen einnehmen, ist es wenig verwunderlich, dass sie auch einen Großteil der Abgase produzieren. Die Zahlen der Experten des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) sind dennoch erschütternd: Von den 3500 Todesfällen, die pro Jahr durch Unfälle, dauerhaften Verkehrslärm und Abgase verursacht werden, gehen 2400 auf das alleinige Konto der Dieselabgase. Das Hauptproblem bei den Dieselabgasen sind die Rußpartikel, auch Feinstaub genannt. Diese könnten durch den Einsatz von Partikelfiltern jedoch zu 99 % abgefangen werden. "Das Resultat eines großflächigen Einsatzes von Partikelfiltern wäre nicht nur eine sauberere Luft, sondern es könnte auch die Anzahl der durch Rußpartikel hervorgerufenen Atemwegserkrankungen deutlich reduziert werden. Das große Problem mit dem Feinstaub ist, dass dieser aufgrund seiner geringen Größe nicht durch die Atemwege gefiltert werden kann und daher direkt bis in die Lunge gelangt", so Frais.
An Bundesminister Pröll appelliert der oö. SP-Klubchef: "Pröll muss die Autoindustrie in die Pflicht nehmen und dafür sorgen, dass ab 1.1.2005 kein neues Diesel-KFZ mehr ohne Partikelfilter auf den österreichischen Markt kommt. Ergänzend soll ein finanzielles Anreizmodell geschaffen werden, so dass die Besitzer bereits zugelassener Diesel-KFZ eine faire Möglichkeit zur Nachrüstung ihrer Autos erhalten."

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