AKNÖ-Staudinger: Gesetzeslücke bei Mitarbeitervorsorge endlich schließen

~ Utl: Krankenkasse darf nicht zu mehr Verwaltung gezwungen werden ~

Wien (AKNÖ) - Besorgt zeigt sich AKNÖ-Präsident Josef Staudinger über die heute von der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse aufgezeigte Situation bei den Mitarbeitervorsorgekassen. 4.200 Betriebe haben zwar die Beiträge einbezahlt, aber immer noch keine Mitarbeitervorsorgekasse gewählt. "Ich halte das für doppelt gefährlich", erklärt Staudinger: "Zum einen wissen die betroffenen MitarbeiterInnen nicht, wo ihr Geld ist und kennen sich beim Jobwechsel nicht aus. Bei uns häufen sich die Anrufe verunsicherter ArbeitnehmerInnen. Zum anderen sehe ich aber nicht ein, dass die Gebietskrankenkassen hier eine zusätzliche Arbeit aufgebürdet bekommen, in dem sie die Gelder verwalten müssen." Staudinger stört sich besonders daran, dass in der aktuellen Debatte um die Krankenkasse diesen vorgeworfen wird, in der Verwaltung nicht genügend zu sparen. "Abgesehen davon, dass unsere NÖ GKK einen im internationalen Vergleich wirklich niedrigen Verwaltungsaufwand hat, halte ich es für zynisch, der Kasse immer neue Aufgaben aufzubürden und sie dann zu kritisieren".

Präsident Staudinger fordert nun, dass der Gesetzgeber die Gesetzeslücke schließt und die Gelder für die Abfertigung neu auch tatsächlich dorthin kommen, wo sie hingehören, in dafür zuständige Mitarbeitervorsorgekassen. Er weist außerdem darauf hin, dass die Verzinsung bei der Gebietskrankenkasse wesentlich geringer ist als in einer Mitarbeitervorsorgekasse und meint abschließend: "Wenn die Wirtschaft immer mobilere und flexiblere ArbeitnehmerInnen fordert, dann muss sie uns bei der Gesetzesreparatur energisch unterstützen."

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