Glawischnig zu Ökostrom: IV torpediert Klimaschutzziele

Auch Arbeiterkammer nun scheinbar auf Anti-Umweltkurs

Wien (OTS)"Die Industriellenvereinigung torpediert mit abstrusen Argumenten die österreichischen Ziele im Bereich Klimaschutz und Ökostrom", kritisiert Eva Glawischnig, stv. Bundes- und Umweltsprecherin der Grünen die heutige Forderung der IV nach einer Senkung der Einspeisetarife und einem Genehmigungsstopp bei Ökostromanlagen. "Das wäre der Todesstoß für den Ökostromausbau in Österreich und ein Rückschritt in die umweltpolitische Steinzeit. Die Anlagenbetreiber brauchen langfristig stabile Rahmenbedingungen", so Glawischnig. Die IV gefährde außerdem den Wirtschaftsstandort Österreich, tausende Arbeitsplätze und die Exportchancen würden zunichte gemacht. Die Grünen verlangen einen Stopp der rückschrittlichen IV-Kampagne und eine weitere Forcierung des Ökostromausbaus.

Besonders bedauerlich sei, dass nun auch die Arbeiterkammer eine Aushöhlung des Ökostromgesetzes verlange und ebenfalls auf Anti-Umweltschutzkurs einschwenke, kritisiert Glawischnig. Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung wolle den Ausbau von Ökostromanlagen, auch wenn es mehr koste. Dies zeige auch eine aktuelle IMAS-Umfrage. "Die Arbeiterkammer wäre gut beraten, die Anliegen der Menschen zu vertreten, statt das Geschäft der Industriellenvereinigung und damit einiger weniger Großunternehmen zu betreiben", so Glawischnig.

Das Argument einer angeblichen Kostenlawine für Industrie und Haushalte sei unwahr und lächerlich. Die Erhöhung der Ökostrom-Förderzuschläge für 2004 "belastet" einen Durchschnittshaushalt mit 3 Euro im Jahr. Für die Industrie bewegt sich die gesamte Finanzierung des Ökostroms im Bereich von nur eineinhalb Prozent am durchschnittlichen Strompreis. Zum Vergleich:
Zwischen Ende 2002 und Ende 2003 ist der Strompreis in der EU im Schnitt von 2,5 Cent auf 3,3 Cent je Kwh gestiegen, also um mehr als 30%. Die Erhöhung des Ökostromzuschlags für die Industrie beträgt im Jahr 2004 nur 0,049 Cent, also gerade einmal ein sechzehntel des Marktpreisanstieges.

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001