Wirtschaftskammer Wien fordert von Ihren (Pflicht-) Mitgliedern zusätzliche Unkostenbeiträge für Beratung und Information!

Ist das das Ergebnis der viel bejubelten Kammerreform von Präsident Leitl?

Wien (OTS) - KR Ernst Graft, Spartenobmann im Wirtschaftsverband Wien für das Gewerbe, reagierte mit Unverständnis auf eine Einladung der Wirtschaftskammer Wien zum Thema "Welche Auswirkungen hat die EU-Erweiterung auf meinen Betrieb" an ihre (Pflicht-) Mitglieder.

Um in den Genuss einer Beratung zur EU-Erweiterung zu kommen, müssen die (Pflicht-) Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien einen Unkostenbeitrag in der Höhe von 30,-Euro leisten. "Es kann sich ja wohl nur um einen verfrühten April-Scherz handeln, dass die Wirtschaftskammer Wien, die als gesetzliche Interessensvertretung von allen Wiener Unternehmen die Kammerumlage als gesetzlichen Pflichtbeitrag einhebt, zusätzliche Gelder für Beratungstätigkeiten verlangt", so Graft.

WKO Präsident Leitl hat die Pflichtmitglied stets dadurch legitimiert, dass durch die Kammerumlage die Finanzierung hervorragender WKO-ExpertInnen gesichert sei, die im Interesse der Mitglieder arbeiten. Bereits bei der Vorbereitung zur Kammerreform im Jahre 2000 wies der Wirtschaftsverband Wien darauf hin, dass es bei einer künftigen Reform keine zusätzlichen Belastungen für die (Pflicht-) Mitglieder geben dürfe. "Beratung und Wissenstransfer gehören zu den ureigensten Pflichten der Wirtschaftskammer. WKO Präsident Leitl sicherte dem Wirtschaftsverband damals zu, dass der uns jetzt vorliegende Fall niemals eintreten werde", betont Graft.

Die EU-Erweiterung ist für die österreichischen Unternehmen eine große Chance, aber es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass nach wie vor ein enormer Informationsbedarf vorherrscht. "Es ist mir generell unverständlich, dass für Beratungstätigkeiten ein - wie es die Wirtschaftskammer Wien nennt - "Unkostenbeitrag" zu entrichten ist! Aber diesen noch dazu für ein so wesentliches und wichtiges Thema wie die EU-Erweiterung einzuheben, gleicht ja bereits einer Wirtschaftsbehinderung. Die Vorbereitung der Wirtschaftstreibenden auf die EU-Erweiterung ist eine Kernaufgabe der Interessensvertretung. Eine diesbezügliche finanzielle Belastung ist für Klein- und Mittelbetriebe untragbar", schloss Graft.

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