Wirtschaftsbund: Matznetter macht Unwahrheit zum Programm

GS Kopf: "Steuerreform-Entlastungsvolumen zum Großteil für kleine Betriebe"

Wien (OTS) - =

Wien, 18. März 2004 (ÖWB) "Matznetter hat heute
einmal mehr versucht, mit plumpen Unwahrheiten die Fakten dieser Steuerreform und ihre besondere Zielrichtung zu Gunsten der Kleinst-und Kleinbetriebe wegzureden." Das sagte heute, Donnerstag, der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes Karlheinz Kopf in einer Reaktion auf eine Pressekonferenz des SPÖ-Politikers. Dass die zweite Etappe der Steuerreform zu Lasten der kleinen und mittleren Unternehmen gehe und von ihr ausschließlich das "Großkapital" profitiere, sei sehr einfach anhand der konkreten Zahlen zu widerlegen, so Kopf. ****

Bei der Senkung des Körperschaftssteuersatzes auf 25 Prozent profitieren vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die 98 Prozent der Kapitalgesellschaften stellen und 55 Prozent jener Menschen beschäftigen, die in GesmbHs arbeiten. Von diesen Unternehmen haben 83 Prozent weniger wie 20 Mitarbeiter und 76 Prozent weniger wie zehn Mitarbeiter. Auf sie entfallen über 60 Prozent des KöSt-Entlastungsvolumens von einer Milliarde Euro. Das restliche Entlastungsvolumen bei der KöSt verteilt sich auf jene Unternehmen, die für insgesamt 45 Prozent der in GesmbHs Beschäftigten Arbeit bieten.

Für die Gruppe der kleinsten und kleinen Personengesellschaften und Einzelunternehmen bringt die zweite Etappe der Steuerreform eine deutliche Tarifentlastung. "Faktum ist, dass 80 Prozent des Entlastungsvolumens aus der Tarifreform auf Unternehmer mit einem Einkommen zwischen 10.000 und 25.000 Euro im Jahr entfällt und Einkommen bis zu 10.000 Euro pro Jahr (vor der Reform lag die Grenze bei 7000 Euro) gänzlich steuerfrei gestellt werden. Matznetter weiß das selbstverständlich, verschweigt es jedoch geflissentlich", so Kopf weiter.

"Entweder glaubt Matznetter den eigenen Behauptungen zur Steuerreform selbst oder er glaubt die heimischen Wirtschaftstreibenden für dumm verkaufen zu können. Zudem müsste er eigentlich wissen, dass es jedem Unternehmer frei steht, jene Rechtsform für sein Unternehmen zu wählen, von der er am meisten Vorteile erwartet", schloss Kopf.

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