Amon: Reformmüdigkeit gab es immer nur bei SPÖ-Bildungssprecher

ÖVP lehnt FPÖ-Vorschlag zur kostenpflichtigen Matura strikt ab

Wien, 18. März 2004 (ÖVP-PK) Zu jüngsten Äußerungen von SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser zu einer angeblichen Amtsmüdigkeit von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer sei zu bemerken, "dass seit dem Amtsantritt Gehrers eine relativ große Fluktuation vor allem bei den SP-Bildungssprechern zu bemerken ist, was wohl eher auf eine Reformunwilligkeit dieser zurückzuführen ist", erklärte heute, Donnerstag, ÖAAB-Generalsekretär ÖVP-Bildungssprecher Abg.z.NR Werner Amon. "Der Vorwurf der Reformmüdigkeit ist geradezu lachhaft. Diese Bundesregierung setzt im Sinne der Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit notwendige Reformen um", so Amon weiter. ****

Zu den heutigen Äußerungen von FPÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann erklärte Amon, dass "auch die FPÖ wohl ein Interesse daran haben wird, dass unsere Lehrerinnen und Lehrer in Zukunft Leistungen unabhängig beurteilen können. So lange sie quasi als 'staatliche Gutachter' tätig sind, muss es auch einen Berufsschutz geben". Ob der Berufsschutz Pragmatisierung heiße oder nicht, sei hier zweitrangig, so Amon weiter.

Kritisch bemerkte Amon, dass FPÖ-Bildungsprecherin Rossmann scheinbar über Bereich der Zukunftskommission äußert schlecht informiert sei. "Die Zukunftskommission hat nämlich keine Leistungs-, sondern Bildungsstandards erarbeitet, die wiederum nicht nur für die vierte, sondern auch für die achte Schulstufe definiert wurden", erklärte Amon.

Als "hoffentlich nicht ernst gemeint" bewertete Amon den FPÖ-Vorschlag, jeder Schüler solle in Zukunft 1.000 Euro für die Matura bezahlen. "Wohl eher sind hier geeignete Förderungsprogramme für junge Menschen sinnvoll, die die Berufsreifeprüfung machen wollen", so der ÖVP-Bildungssprecher weiter. "Ich ersuche die FPÖ-Bildungssprecherin um eine Klarstellung".

Verwundert zeigte sich der ÖVP-Bildungssprecher über die Tatsache, dass sich Niederwieser Seite an Seite mit der anscheinend künftigen Tourismuslandesrätin von Kärnten zu einem Tourismus-Lobbyisten gewandelt habe. "Rossmann und Niederwieser haben hier sicher nicht die Interessen der Schulpartner, also der Lehrer, Schüler und Eltern, im Auge. Denn von denjenigen, die von einer Änderung am meisten betroffen wären, gibt es bislang keine Initiativen", sagte Amon. Außerdem hätten die beiden Länder Wien und Niederösterreich bisher auch noch keinen Antrag beim Bildungsministerium auf Verlegung der Semesterferien gestellt, erklärte der ÖVP-Bildungssprecher. "Die Interessen der Wirtschaft sind sicher wichtig, sie aber vor die Interessen der Lehrer, Schüler und Eltern zu stellen, wäre im Zusammenhang mit einer Veränderung der Ferienordnung sicherlich falsch", schloss Amon.

Rückfragen & Kontakt:

ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPK0013