Salzburg AG: Entwurf der Zuteilung von CO2-Emissionsrechten liegt vor

Unerwartet neue Bedingungen für den Ausbau umweltfreundlicher KWK in Salzburg - Zuteilung kompliziert die Kyoto-Klimaziele Österreichs

Salzburg (OTS) - Am 01.01.2005 startet in Österreich der Handel
mit CO2-Emissionsrechten. Derzeit versendet das Umweltministerium die Briefe an die betroffenen Unternehmen mit der Information über die voraussichtliche Zuteilung von Emissionsrechten. Am 16. März 2004 sind die Briefe mit der Zuteilung für die Anlagen der Salzburg AG eingelangt. Damit ist nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten und Verhandlungen eine Einschätzung der künftigen Situation möglich.

Dr. Arno Gasteiger, Vorstandssprecher der Salzburg AG: "Klar ist nunmehr, dass die im so genannten Allokationsplan des Lebensministeriums geplante Zuteilung für uns zu einer spürbaren Zertifikate-Fehlmenge für die kommenden Jahre führt. Durch die erheblichen Zusatzkosten aus dem Zukauf von Emissionsrechten erleidet die Fernwärme einen Wettbewerbsnachteil. Hier wird eine saubere Energieform bestraft; der geplante Ausbau der Fernwärme in der Stadt Salzburg ist so finanziell deutlich schwieriger." So würde die Salzburg AG nach dem derzeit vorliegenden Entwurf mit jährlich bis zu Euro 400.000 an zusätzlichen Kosten für CO2-Zertifikate belastet werden.

Erfolgreiche Fernwärme-Offensive würde Rückschlag erleiden

Die Salzburg AG hat 2003 eine umfangreiche Fernwärmeoffensive gestartet. So konnten zuletzt renommierte Großabnehmer wie das Hotel Stein, Ford Schmidt, Landestheaterbetriebe, Museum am Berg oder die Salzburgarena gewonnen werden.

Im Zuge der Offensive wurde für die nächsten Jahre ein Wachstum von rd. 3,5 % p.a. beim Fernwärmeabsatz geplant. Dieser Ausbau steht im Einklang mit der Klimastrategie für Österreich, die ein verstärktes Wachstum der Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) vorsieht. Die KWK kann aufgrund ihrer klimaschonenden Produktionsweise maßgeblich zur Erreichung des österreichischen Kyoto-Zieles beitragen, weil sie im Vergleich zur getrennten Produktion von Wärme und Strom Brennstoff und damit Emissionen einspart.

Kein Rückenwind für Kyoto-Klimazielerreichung

Die geplante Zuteilung der CO2-Emissionszertifikate nimmt jedoch keine Rücksicht auf den in der Klimastrategie vorgesehenen Ausbau der KWK. In der Konsequenz führt dies dazu, dass jede zusätzlich produzierte MWh Fernwärme mit Kosten für den Kauf von Emissionszertifikaten belastet wird.

Gasteiger: "Es ist stark in Zweifel zu ziehen, ob die der KWK zugedachte Rolle bei der Erreichung des Klimazieles unter diesen Prämissen in Salzburg Realität werden kann."

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