Tierschutz: Scheibner weist unqualifizierte Aussagen Hodiks zurück

Freiheitlicher Klubobmann wird Rechtsweg beschreiten

Wien, 2004-03-18 (fpd) - FPÖ-Klubobmann Herbert Scheibner wies heute die unqualifizierten Aussagen von IKG-Generalsekretär Avshalom Hodik entschieden zurück. Hodik hatte die FPÖ in die Nähe des nationalsozialistischen Schreckensregimes gestellt und Parallelen zum Schächtverbot der Nazis 1933 gezogen. ****

Scheibner hofft, daß es sich dabei nur um eine Einzelmeinung und nicht um eine akkordierte Stellungnahme der Israelitischen Kultusgemeinde handle. Der freiheitliche Klubobmann wies darauf hin, daß er stets zum Dialog mit der Kultusgemeinde wie etwa in der Frage der Restitutionszahlungen bereit gewesen sei. Auch in der Frage des Tierschutzgesetzes stehe das Angebot, im Zuge der parlamentarischen Behandlung mit den Vertretern der verschiedenen Religionsgemeinschaften einen Dialog über Betäubungsmethoden zu führen. Leider sei seitens der IKG noch niemand an den freiheitlichen Klub herangetreten.

Überdies habe Hodik seine, Scheibners, Aussage unrichtig wiedergegeben. Es gehe nämlich darum, daß Tierquälerei auch dann nicht zulässig sein solle, wenn man sich auf ein verfassungsmäßiges Grundrecht berufe. Dabei kämen neben der Religion auch andere Grundrechte wie etwa die Freiheit der Erwerbstätigkeit oder der Kunst in Frage. Darüber herrsche im zuständigen Ausschuß des Konvents Konsens.

Wie Scheibner erklärte, sei er immer für einen offenen und sachlichen Dialog, derartige Vergleiche mit dem Terrorregime der Nationalsozialisten weise er aber auf das Schärfste zurück. "Solche Anwürfe machen mich betroffen", so der freiheitliche Klubobmann, der ankündigte, in dieser Angelegenheit den Rechtsweg zu beschreiten. (Schluß)

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