Bleckmann/Rosmann: Bildung braucht mehr Leistungsorientierung

FPÖ fordert neue Leistungsstandards und Wiedereinführung der Vorschule

"Beim Grundrecht auf Bildung, damit alle im Leben dann gleiche Chancen haben, braucht es einen Paradigmenwechsel hin zur Leistungsorientierung. Das gilt für die Förderung der begabten als auch der weniger begabten Kinder", forderten FPÖ-Bildungssprecherin Mares Rossmann und FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann. Man dürfe nicht bei den jetzt in Ausarbeitung befindlichen Leistungsstandards für die Schüler der 4. Schulstufe stehen bleiben, sondern sollte solche auch für Lehrer und Schulen erstellen.

Rossmann verwies in diesem Zusammenhang auf die praxiserprobten Modelle in Kärnten und Oberösterreich. "Hier wird die Politik aus der Schule gedrängt und Karrieren im Lehrberuf nach Leistung ermöglicht", sagte die FPÖ-Bildungssprecherin. Daher sollte die Pragmatisierung für Lehrer aufgehoben werden und ein leistungsorientiertes Gehaltssystem, beginnend mit einem höheren Einstiegsgehalt für Junglehrer, eingeführt werden.

Dazu könnte die Aus- und Weiterbildung der Lehrer in die Ferien verlegt und den Schulen die Möglichkeit eröffnet werden, in dieser Zeit auch Nachhilfeunterricht für leistungsschwächere oder interessierte Schüler anzubieten. Für Kinder, die der deutschen Sprache nicht mächtig seien und somit die Schulreife nicht vorweisen könnten, forderte Bleckmann eine Wiedereinführung der Vorschule: "Wer die Unterrichtssprache Deutsch nicht beherrscht, hinkt im Unterricht immer nach und wird das Ausbildungsziel nie erreichen."

Mit den Leistungsstandards für die 4. Schulstufe sollte nach den Vorstellungen der FPÖ auch eine Empfehlung an die Eltern für den weiteren Bildungsweg verbunden werden. In diesem Zusammenhang forderte Rossmann die Wirtschaftskammer zu einer "ehrlichen Imageoffensive für die Lehre" auf, und hier insbesondere der Lehrberufe wo es zu wenige Lehrlinge gebe. Dabei müsse auch die Ungleichbehandlung von Lehrlingen und Schülern aufgehoben werden:
"Während die Matura kostenlos ist, muss ein Lehrling für die Berufsreifeprüfung 1.000 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen."

Hinsichtlich der Ferienregelung, bei der die Länder die Einspruchsfrist im Dezember versäumt haben, und jetzt die Semesterferien von Wien, Niederösterreich und dem Burgenland mit denen von sechs deutschen Bundesländern und den Benelux-Ländern zusammenfallen, strebe die FPÖ eine nachträgliche Änderungsmöglichkeit an. "Es kann doch nicht sein, dass sich die Politik den Befürchtungen der Autofahrerklubs vor einem noch nie dagewesenen Verkehrschaos verschließt", so Bleckmann und Rossmann abschließend.

(Schluss/bxf)

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