ÖAMTC: In den östlichen Erweiterungsländern ist der Sprit oft wesentlich billiger

Preisunterschiede bis zu 17 Prozent - Club fordert Senkung der Nettopreise auf EU-Niveau in Österreich um 2,5 Cent

Wien (ÖAMTC-Presse) - Wer in den kommenden Osterferien einen Kurzausflug in die benachbarten EU-Erweiterungsländer plant, sollte seinen Tankstopp in manche Zielländer verlegen. "In Tschechien und Slowenien ist der Kraftstoff wesentlich günstiger als in Österreich. Hier beträgt der Unterschied bei Superbenzin bis zu 17 Prozent und Diesel ist um 9 Prozent günstiger zu haben", berichtet ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brugger-Brandau. In der Slowakei ist Superbenzin um 6 Prozent billiger. Der Dieselpreis ist allerdings bei unseren slowakischen Nachbarn im Vergleich zu Österreich um 4 Prozent teurer.

Einzig in Ungarn ist das Tanken teuerer als in Österreich. Bei unserem östlichen Nachbarn bezahlt man durchschnittlich 0,915 Euro für einen Liter Superbenzin, in Österreich beträgt der Durchschnittspreis 0,903 Euro. Es ergibt sich somit ein Unterschied von einem Prozent. Bei den Dieselpreisen sieht es so aus: Ein Liter Diesel kostet in Ungarn 0,819 Euro, in Österreich hingegen muss man mit 0,761 Euro um 8 Prozent weniger bezahlen.

Der geringere Preis in den meisten EU-Beitrittskandidaten-Ländern schlägt sich nicht in einer geringeren Qualität des Kraftstoffs nieder. "Die Kraftstoff-Eigenschaften aller Sorten sind durch Normen festgelegt. Die Wahrscheinlichkeit verunreinigten Sprit in den Erweiterungsländern zu tanken, ist wegen der strengen Auflagen eher gering. Autofahrer, die auf Nummer sicher gehen wollen, sollten auf Markentankstellen setzen", rät Brugger-Brandau.

Österreich als "Europameister" beim Spritpreis

Ein aktueller ÖAMTC-Nettopreisvergleich für diese Woche zeigt einmal mehr, dass Österreich ein Spritpreishochland ist. Um 2,7 Cent pro Liter Benzin und um 2,3 Cent pro Liter Diesel wird in Österreich mehr für den Kraftstoff verlangt als im Durchschnitt der 15 EU-Staaten. Beim Diesel gibt es überhaupt nur noch ein Land, in dem Nettopreis höher liegt als bei uns und das ist Italien. "Die Nettopreise müssen im Sinne des Übereinkommens zwischen der Mineralölwirtschaft und dem Wirtschaftsministerium endlich auf EU-Niveau gesenkt werden. Das bedeutet eine Preisreduktion von 2,5 Cent auf alle Kraftstoffsorten", sagt Brugger-Brandau.

Der ÖAMTC-Tipp für günstiges Tanken: Preisvergleiche lohnen sich im jeden Fall. Günstige Tankmöglichkeiten und tagesaktuelle Preisübersichten finden sich im Internet unter http://www.oeamtc.at/sprit/. Die Preisabfragen können nach Kraftstoffsorte, Bundesland oder Ort sortiert vorgenommen werden. Wer über keinen Internetzugang verfügt, kann Preisinfos auch unter der Info-Nummer 0810-120-120 einholen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Michael Holzinger

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