Lunacek: EU muss sich stärker für Klärung des Kosovo-Status engagieren

Grüne vermissen klare Strategie Österreichs und fordern rasche Südosteuropa-Konferenz

Wien (OTS) - Der Einsatz der österreichischen Soldaten zur Beruhigung der Lage im Kosovo ist wichtig und notwendig. "Die seit gestern eskalierenden gewaltsamen Ausschreitungen erfordern ein stärkeres Engagement der EU und Österreichs für die Klärung des Status des Kosovo," betont Ulrike Lunacek, außenpolitische Sprecherin der Grünen. "Seit Ende des Krieges im Jahr 1999 ist von einer Südosteuropa-Konferenz die Rede, die eine Klärung für die gesamte Region bringen soll - doch stattgefunden hat sie bis heute nicht," kritisiert Lunacek das zögerliche Vorgehen der EU.

"Ohne eine politische Lösung, die mittelfristig eine Mitgliedschaft in der EU beinhalten muss, werden diese Ausschreitungen immer wieder auftreten," befürchtet Lunacek. "Ohne einen klaren Status - sei es nun im Rahmen einer Föderation oder sei es die Unabhängigkeit - ist keine nachhaltige demokratische und soziale Entwicklung möglich - für niemanden in der gesamten Region".

An die Adresse der österreichischen Außenministerin richtet Lunacek die Frage, "warum sie sich in den letzten Jahren nicht stärker für eine derartige Konferenz eingesetzt hat. Es ist in den letzten Monaten der Eindruck entstanden, dass ihr zwar die Unterstützung für den EU-Beitritt Kroatiens ein Anliegen ist, jedoch nicht eine klare Strategie für die Heranführung der anderen Länder Südosteuropas an die Europäische Union", so Lunacek.

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