Heinzl: Weitere 10 bis 15 Jahre Baustopp für Güterzugumfahrung St. Pölten ist verkehrspolitischer Wahnsinn

Bereits mehr als 150 Mio. Euro verbaut; St. Pölten droht mit prognostizierter Güterverkehrszunahme endgültig zum Flaschenhals zu werden

St. Pölten, (SPI) - Als "verkehrspolitischen Wahnsinn und ein weiteres Zeichen für die Konzeptlosigkeit der Bundesregierung in Sachen Verkehrspolitik" wertet der St. Pöltner SP-Nationalrat Anton Heinzl die Ankündigung von VP-Verkehrsstaatssekretär Helmut Kukacka, den bereits vor Jahren begonnenen, aber zwischenzeitlich gestoppten Bau der Güterzugumfahrung St. Pölten für weitere 10 bis 15 Jahre nicht fortzusetzen. "Damit droht die Landeshauptstadt St. Pölten bei einer prognostizierten Zunahme des Güterverkehrs auf der Schiene von rd. 80 Prozent in den kommenden Jahren - vor allem durch die EU-Erweiterung - endgültig zum Flaschenhals und Stauzone der Westbahn zu werden. Ohne die GZU ist der 4-gleisige Ausbau der Westbahn in NÖ eigentlich nutzlos", so Heinzl, der in diesem Zusammenhang eine parlamentarische Anfrage an den Verkehrminister eingebracht hatte.****

Mehr als 150 Millionen Euro wurden für die Errichtung der Güterzugumfahrung St. Pölten bereits verbaut, viele Bauten bereits errichtet, ja die Brückenpfeiler stehen bereits in der Landschaft. "Hier zeichnet diese Bundesregierung verantwortlich für die wohl teuerste Bauverzögerung der Zweiten Republik - denn die GZU könnte bereits fertig sein, weitere Verzögerungen bringen nur steigende Kosten und vor allem für die Bahn massive Betriebserschwernisse. "Schon jetzt stauen sich die Güterzüge tagtäglich östlich und westlich der Landshauptstadt und warten aufgefädelt auf den Bahnhöfen auf eine Durchschleusmöglichkeit durch die Kapazitätsengstelle St. Pölten Hauptbahnhof. In den nächsten Jahren wird es noch ärger werden", so Heinzl.

Ebenso sieht Heinzl den Wirtschaftsstandort St. Pölten und Zentralraum Niederösterreich gefährdet. "Seit Jahren wartet der Zentralraum auf die zugesagte Errichtung eines zweiten Gleises zwischen St. Pölten und Herzogenburg. Wichtige Firmen, so das Spanplattenwerk und die Brauerei Egger, wollen ausbauen, werden aber durch die unzulängliche Verkehrsinfrastruktur - ein Gleis ist einfach zu wenig - behindert. Hier verhindert die Verkehrspolitik nicht nur unternehmerischen Erfolg, sie verhindert auch wertvolle zusätzliche Arbeitsplätze für Niederösterreich", fordert Heinzl einen raschen Baubeginn für ein zweites Gleis zwischen der Landeshauptstadt und der Stadt Herzogenburg.
(Schluss) fa

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ St. Pölten
NR Anton Heinzl
Tel.: 02742/36512

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN0002