IFK: Neubewertung der Wiener Zeitschrift "magnum"

Wien (OTS) - Manchem gilt sie bis heute noch als "die" Foto-Zeitschrift aus den Frühtagen der Zweiten Republik: "magnum", die "Monatszeitschrift für das moderne Leben", die 1954 erstmals auf dem Markt kam, steht kommenden Mittwoch im Mittelpunkt eines Vortrages der 31jährigen Kunsthistorikerin Margarethe Szeless am Institut für Kulturwissenschaften (IFK). Bis 1958 in Wien publiziert - danach bis zu ihrer Einstellung im Jahr 1966 in Deutschland erschienen - bemühte sich "magnum" unter der Chefredaktion von Karl Pawek um die Etablierung und Akzeptanz der Moderne in der gehobenen intellektuellen Leserschaft Wiens. Pawek, der zwischen 1934 und 1938 für den autoritären Ständestaat die Kulturzeitschrift "die pause" herausgegeben hat, gilt bis heute als umstrittene Figur, nicht zuletzt durch sein ideologisches Mitwirken im NS-Staat und den Verrat der österreichischen Widerstandskämpfer Biedermann, Huth und Raschke. Zugleich machte sich Pawek um die Akzeptanz der Fotografie als genuines Ausdrucksmittel der Moderne, nicht zuletzt durch Abhaltung dreier großer Fotografie-Ausstellungen verdient. In ihrem Vortrag beschäftigt sich Szeless, die auch umfangreiche Recherchen mit Zeitgenossen und Mitarbeitern betrieben hat, u.a. mit den Kontinuitäten in den Arbeiten Paweks, wie auch mit der sehr spezifischen Montagetechnik, für die "magnum" bis zuletzt berühmt war. Auch die Positionierung der Zeitschrift, die bis zu 25.000 Stück Auflage hatte, im Vergleich mit ähnlichen Zeitschriften, wie etwa der bis heute existierenden Schweizer Zeitschrift "Du" ist Thema des Vortrags.

o Margarethe Szeless: "Auge statt Vernunft" - Karl Paweks Kulturzeitschrift "magnum" zwischen Modernität und Restauration Termin: Montag, der 22.März 04 Ort: IFK (1., Reichsratstrasse 17) Beginn: 18.00 Uhr Der Eintritt ist frei. Nähere Infos auch unter: http://www.ifk.ac.at/

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