Ferrero-Waldner lobt Österreichs Beitrag zur EU-Erweiterung

Vortrag der Außenministerin bei der Paneuropabewegung Österreich

Wien (OTS) - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner erinnerte
heute Abend anlässlich eines Vortrages bei der Paneuropabewegung Österreich daran, dass die Verhandlungen zur Erweiterung der Europäischen Union unter österreichischer Präsidentschaft aufgenommen wurden. Mit Blick auf die Einigung Europas meinte die Außenministerin: "Ich selbst habe auf die Verwirklichung dieses Traumes, den Generationen geträumt haben, jahrelang hingearbeitet, weil ich davon überzeugt bin, dass er Österreich große Chancen für eine gute Zukunft in Wohlstand und Sicherheit eröffnet, insbesondere aber auch, weil er uns jene geistige und kulturelle Gemeinschaft mit unseren Nachbarn in Mitteleuropa zurückgibt, mit denen wir Jahrhunderte lang unter einem gemeinsamen Dach gelebt haben."

Ferrero-Waldner betonte die wirtschaftliche Bedeutung der Erweiterung: "Die dichte ökonomische Verflechtung Österreichs mit unseren mittel- und osteuropäischen Nachbarn Ungarn, Tschechien, Slowenien und der Slowakei ist eine mächtige Stütze der heimischen Konjunktur." Damit einher gehe die Schaffung und Sicherung von zehntausenden Arbeitsplätzen in Österreich. Besonders erfreulich sei die rege Investitionstätigkeit österreichischer Klein- und Mittelbetriebe in den neuen Mitgliedstaaten. Die Außenministerin kritisierte in diesem Zusammenhang aber auch mangelnden europäischen Reformgeist: "Die Union muss - um in unserer globalisierten Welt weiterhin zu bestehen - noch innovativer und kreativer werden, kurz, den Menschen ein Umfeld schaffen, das es ihnen ermöglicht, ihr Potenzial voll auszuschöpfen." Das ambitionierte Ziel der Europäischen Union, bis 2010 der dynamischste und wettbewerbsfähigste Wirtschaftsraum der Welt zu werden, sei nur mit einem reformierten Europa zu erreichen.

Ferrero-Waldner verwies aber auch auf die politische Dimension der Erweiterung, gerade für Österreich: "Ich habe daher bereits vor einigen Jahren mit unseren Nachbarländern die 'Regionale Partnerschaft' eingerichtet, bei der es darum geht, gemeinsame Interessen in Europa zu definieren und diesen gemeinsam zum Durchbruch zu verhelfen." Und es zeige sich, so die Außenministerin, dass diese Partnerschaft bestens funktioniere, besonders auch bei den Verhandlungen zum Verfassungsvertrag der Europäischen Union.

Die Außenministerin erinnerte ebenso daran, dass die Einigung Europas mit der jetzigen Erweiterungsrunde noch nicht vollendet sein werde und unterstrich Österreichs aktive Rolle in der Politik der Union gegenüber Südosteuropa. Ferrero-Waldner: "Wir als Österreicher wissen wohl besser als manche Andere, dass das europäische Einigungswerk ohne die Heranführung Südosteuropas unvollendet bleiben würde und müssen uns daher besonders dafür einsetzen. Und genau das tue ich und werde ich weiterhin tun."

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