SJ-Wien: Jugendliche müssen ihr Leben selbst bestimmen können!

Das Wahlrecht ist ein zentrales Mittel für die Durchsetzung eigener Interessen

Wien (OTS) Kritisch reagierte der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Wien, Ludwig Dvorak, am Mittwoch auf die jüngst publizierten Ergebnisse einer Studie des Instituts für Jugendkulturforschung:
"Hier wird wieder einmal versucht, den Jugendlichen ihre Mündigkeit abzusprechen und sie zu reinen Statisten zu degradieren." In den vergangenen Monaten und Jahren hat es immer wieder Studien und Umfragen gegeben, die einander widersprechende Ergebnisse über
die Zustimmung der Unter-18-Jährigen gebracht hätten. "In der Praxis ist die Wahlaltersenkung bisher jedenfalls höchst erfolgreich gewesen", verweist Dvorak auf die positiven Erfahrungen bei Kommunalwahlen in Österreich und Deutschland.

Durchaus zuzustimmen sei den AutorInnen der neuen Studie allerdings im Punkt, viele Jugendliche seien mit dem derzeitigen Politikbetrieb unzufrieden. Das sei auch kein Wunder: "Politik und Reform bedeutet unter der schwarz-blauen Regierung: ‚Uns wird wieder ein Stück Lebensperspektive geraubt.'" Durchaus fragwürdig sei auch die Methode, "junge Gesichter" für "alte Politik" zu nutzen. Aktuelles Beispiel dafür sei das Agieren der Jungen ÖVP in der Pensionsfrage:
"Jedes zweite Wort ist ‚für die Jugend' und in Wahrheit wird den Jugendlichen ihre Pension geraubt, ihre Ausbildung verunmöglicht und die Arbeitslosigkeit erhöht. Dass das viele Jugendliche enttäuscht, scheint mir wenig überraschend zu sein."

"Wer politisches Engagement von Jugendlichen möchte, der muss ihnen auch Möglichkeiten geben, ihr Leben selbst zu gestalten!" Deshalb bleibe die Senkung des Wahlalters, wie sie in Wien jetzt erfolgt ist, eine zentrale Forderung der SJ auf allen Ebenen. VP-Bildungsministerin Gehrer sei zudem gefordert, endlich ein vernünftiges Pflichtfach "Politische Bildung" zu schaffen, das diesen Name auch verdiene. Entscheidend für die politische Beteiligung von Jugendlichen bleibe allerdings, ob es ihnen möglich gemacht wird, ihr Leben positiv zu gestalten. Dvorak abschließend: "Dazu brauchen wir wohl einen deutlichen Politikwechsel in Österreich!" (Schluss)

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Ludwig Dvorak
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