Wiener Grüne: Unerträgliche Feinstaubbelastung durch Dieselfahrzeuge

Maresch: "Stadträtin Kossina betreibt Vogel-Strauß-Politik"

Wien (Grüne) - "Stadträtin Kossina verschließt ihre Augen vor der tatsächlichen Ursache für die gesundheitsbedrohende Feinstaubbelastung in Wien", kritisiert der Umweltsprecher der Wiener Grünen, Labg. Rüdiger Maresch die heutigen Aussagen der Wiener Umweltstadträtin Isabella Kossina zum Thema Feinstaub. .
Sie erkenne zwar richtig, daß der Verkehr der Hauptverursacher der Feinstaubbelastung ist, aber es ist weniger der Streusplitt und der Reifenabrieb, sondern die Abgase der Dieselfahrzeuge.

Laut einer aktuellen Studie des VCÖ-Verkehrsclub Österreich sind die Feinstaubemissionen des Verkehrs seit dem Jahr 1990 von 6.400 Tonnen auf rund 9.100 Tonnen gestiegen. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Diesel-Pkw in Österreich von 409.000 auf rund 1,8 Millionen im Jahr 2003 mehr als vervierfacht!

"In den nächsten beiden Wochen wird die Feinstaubbelastung durch den Streusplitt sicherlich hoch sein, aber in den restlichen 50 Wochen des Jahres sind die Dieselabgase für die Belastung hauptverantwortlich", relativiert Maresch die Aussagen Kossinas. "Statt unwirksame Appelle an Autofahrer zu richten, sollte sich die Umweltstadträtin für eine echte Reduktion der Feinstaubbelastung einsetzen." Konkret bedeutet das den verpflichtenden Einbau von Partikelfilter bei Dieselfahrzeugen (auch bei den stadteigenen Fahrzeugen), den forcierten Ausbau des Öffentlichen Verkehrs und die Umsetzung verkehrsvermeidender Maßnahmen.

London hat es vorgezeigt. Maresch abschließend: "Die Citymaut reduzierte das Verkehrsaufkommen in London um bis zu 30 Prozent. Doch Wien ist leider anders. Hier setzt sich die Stadtregierung massiv für den Bau von weiteren Stadtautobahnen wie der Lobauautobahn ein, die die Feinstaubbelastung noch weiter erhöhen wi

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