EXPERTEN SIND SICH EINIG: KREATIVITÄT ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Wien, 17. März 2004 (ÖVP-PK) Die Kreativwirtschaft weise im Vergleich zu anderen Industriesektoren rapide Wachstumsraten auf, so der internationale Designexperte Michael Thomson von Principal of Design Connect in London. Design werde als wesentliches Werkzeug für die geschäftliche Strategie angesehen. Österreich sei im neuen Europa gut positioniert und könne in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle einnehmen. Abschließend wies Thomson darauf hin, dass Design für Österreich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bringt. ****

Mag. Gerald Kiska, Geschäftsführer des größten österreichischen Designstudios in Salzburg, ging in seinem Statement auf Südkorea ein. Südkorea plane im Jahr 2012 das "Pro-Kopf-Einkommen" gegenüber 2004 zu verdreifachen. Als wesentliches Hilfsmittel zur Erreichung dieses Ziels diene eine umfassende Förderung der heimischen Industrie im Bereich Design. Das vom Staat Korea jährlich zu Verfügung gestellte Budget betrage 220 Millionen Euro. In Österreich betrage das Budget hingegen 200 Euro. Das entspreche einem Pro-Kopf-Vergleich von 4,60 Euro bei 48 Millionen Einwohnern in Korea, zu beinahe nichts in Österreich.

"Die Aufgabe ist es, durch konkrete Aktionen eine Marke zu bilden, die weltweit den Ruf als Kulturnation um die Facette Kreativnation erweitert, und lokal und regional spezifisch so ausgebildet ist, dass Wien, Graz, Linz und Salzburg u. a. für Schwerpunkte erkennbar sind. Kreativarbeit kann nur sehr begrenzt geplant, stimuliert und gemanaged werden. Es muss daher umso mehr in das Umfeld investiert werden. Kreativumfelder zu schaffen und zu fördern, kann der Schlüssel zum Erfolg für den Standort Österreich werden", so Prof. Dr. Peter A. Bruck, Initiator des Staats- und Weltpreises Multimedia und Gesamtleiter Research Studios Austria, ARC Seibersdorf research.

"Die Zukunft der Kreativwirtschaft am Standort Österreich gehört jenen
Kreativen, denen es gelingt, den Wert ihres Tuns durch einen 'mystischen Mehrwert' zu erhöhen. Dann ist ihnen auch der wirtschaftliche Erfolg gewiss", so der international und national ausgezeichnete Künstler Sha., der zugleich Forscher und Jungunternehmer in Wien ist. Sha. präsentierte als Branchenvertreter bei der Enquete jene praktischen Erfahrungen und Problemstellungen, die er von den Anfängen seiner Cross-Over-Aktivitäten Mitte der Neunzigerjahre bis zum heutigen "Creative-Industries-Boom” gesammelt hat. Anhand eines ganz konkreten praktischen Beispiels analysierte Sha. die derzeitigen Möglichkeiten und Unmöglichkeiten des Marktes und im Besonderen der Förderstrukturen. So wurde die "Klangliege" als innovatives Wellness-Projekt vom WWFF gefördert und in den letzten zwei Jahren von einem Forschungsprojekt zu einer ganz konkreten Produktinnovation entwickelt. Zwei erste "Serienstücke” wurden vor Ort im Parlament präsentiert und auch zum
freien Gebrauch zur Verfügung gestellt.

"Die Kreativwirtschaft ist Teil des Engagements für den eigenen Lebensraum und eröffnet damit wirtschaftliche Chancen für den Standort. Neben der direkten Wertschöpfung werden Innovationsprozesse gefördert und das Profil des Landes geprägt. Gesellschaftliche Impulse, eine Ausweitung der Kundenschichten und neue Berufsbilder werden möglich", so
Dipl.-Ing. Markus Berchtold, Direktor des Vorarlberger Architekturinstituts.
(Fortsetzung)

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