Ferrero-Waldner zu bilateralem Besuch in Slowenien

Wirtschaftsbeziehungen und EU-Erweiterung im Mittelpunkt der Gespräche

Wien (OTS) - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner traf heute zu Arbeitsgesprächen mit ihrem slowenischen Amtskollegen Dimitrij Rupel, Staatspräsident Drnovsek und Premierminister Rop in Laibach zusammen. Die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Wien und Laibach bildeten den Schwerpunkt der Gespräche. Anlässlich der Pressekonferenz nach dem Treffen lobte die Außenministerin die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, die mit dem EU-Beitritt Sloweniens am 1. Mai eine neue Dimension erreichen werde: "Die Beziehungen zwischen Österreich und Slowenien waren noch nie so gut wie heute."

Ferrero-Waldner verwies auf die tiefgreifende wirtschaftliche Verflechtung zwischen den beiden Partnern. So belege Österreich bei den Direktinvestitionen mit einem Gesamtanteil von 29,9% per Ende 2002 unangefochten den 1. Platz. Auch der bilaterale Handel entwickle sich seit Jahren prächtig. Die Außenministerin: "In den ersten zehn Monaten des Jahres 2003 setzte sich dieser Trend fort. Die österreichischen Exporte nach Slowenien stiegen um 10,0% auf 1,3 Mrd. Euro. Damit ist Slowenien gemessen an der Einwohnerzahl weltweit der größte Abnehmer österreichischer Waren und für uns ein wichtigerer Handelspartner als Russland, China oder Japan."

Ferrero-Waldner lobte auch die vorbildliche Zusammenarbeit auf konsularischem Gebiet: "Wenn zum Beispiel der frühere Staatspräsident Nelson Mandela gerne Expräsident Kucan besuchen würde, bekäme er an der österreichischen Botschaft in Johannesburg ein slowenisches Visum." Die Außenministerin verwies auch auf andere Aspekte der bilateralen Zusammenarbeit, wie die im Februar erfolgte Eröffnung des Österreich Institutes, einer Sprachschule, in Laibach, sowie auf den schon bald erfolgenden gemeinsamen Einsatz österreichischer und slowenischer Soldaten bei EUFOR in Bosnien-Herzegowina. Dabei werde eine gemeinsame Kompanie abwechselnd unter slowenischem und österreichischem Kommando stehen, wobei ein slowenischer Kommandant den Anfang machen werde

Ebenso betonte die Außenministerin die Gemeinsamkeiten zwischen Wien und Laibach in der Balkanpolitik: "Wir stimmen beide darin überein, dass die Heranführung der Staaten des Westbalkans an die Europäische Union wohl das wirksamste Werkzeug zur Schaffung von Stabilität in der Region ist." Ferrero-Waldner unterstrich besonders die Bedeutung der trilateralen Kooperation zwischen Österreich, Slowenien und Kroatien. Gemeinsam mit ihrem slowenischem Amtskollegen gab sie neuerlich ihrer Hoffnung Ausdruck, die EU möge schon bald Beitrittsverhandlungen mit Kroatien aufnehmen.

Rückfragen & Kontakt:

Außenministerium
Presseabteilung
Tel.: (++43-5) 01150-3262
Fax: (++43-5) 01159-213
abti3@bmaa.gv.at
http://www.aussenministerium.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAA0001