Quasthoffs Lust auf die Oper

Wien (OTS) - Thomas Quasthoff, einer der führenden Baritone der Gegenwart, artikuliert in einem Gespräch für die morgen erscheinende NEWS-Ausgabe Lust auf weitere Opernaufgaben. Quasthoff steht vor dem weltweit mit Spannung erwarteten Debüt an der Wiener Staatsoper. Er singt mit Premierendatum 8. April den Amfortas in Wagners "Parsifal".

Zu seinen Plänen befragt, äußert Quasthoff vorsichtiges Interesse an weiteren Opernaufgaben: "Falstaff" konzertant unter Welser-Möst in Cleveland sei vereinbart. "Und ich hätte große Lust, den Amfortas auch anderswo zu singen - weshalb nicht an der Met? Ich werde mit Simon Rattle und Donald Runnicles reden. Ja, und auch mit Herrn Holender wird es Gespräche geben."

Konkret hätte er laut NEWS Interesse an der Rolle des Ochs auf Lerchenau in Richard Strauss’ "Rosenkavalier": "Da hätte ich große Lust. Ich weiß, dass ihn ihn stimmlich gut singen kann. Und wer sagt, dass er groß sein muss?" Nichts aber werde ihn vom Konzertgesang und von der Lehrtätigkeit wegbringen.

Von der Deutschen Grammophon Gesellschaft wünscht sich Quasthoff ein "American Songbook" mit Cole Porter, Gershwin, und Jazz-Standards. "Es gibt nichts Farbenreicheres als die menschliche Stimme. Und wenn man etwas gut und ehrlich macht, spricht nichts dafür, sich selbst in Fächer zu stecken."

Allgemein hat er keine Probleme mit dem Crossover, auch nicht dem Wirken der drei Tenöre: "Alle drei haben für die klassische Musik solistisch sehr, sehr viel getan, und nur sehr wenige haben Operngeschichte geschrieben wie Herr Domingo. Ob die Konzerte der Drei Tenöre der Musik gut getan haben, lasse ich offen. Dem Geldbeutel und dem Plattenabsatz haben sie gut getan. Und wenn ich mich in die Situation versetze, zu einer Million Dollar nein zu sagen - Entschuldigung, da wäre man ein Idiot. Wirklichen Schaden stiften belgische Möchtegernsänger oder italienische Tenöre, die eigentlich gar keine klassischen Musiker sind", verweist er auf Helmut Lotti und Andrea Boccelli, so Quasthoff in NEWS.

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