Grüne fordern kürzere Wartezeiten auf Drogentherapien

Wien (OTS) - Wie Gemeinderätin Susanne Jerusalem am Mittwoch in einem Pressegespräch der Grünen betonte, betrage die Wartezeit auf eine Drogentherapie in Wien derzeit mindestens drei Monate. Dies sei skandalös lang und es sei damit zu rechnen, dass sich die Lage weiter verschärfen werde. Nötig sei eine Verkürzung der Wartezeiten auf maximal ein bis zwei Wochen sowie eine Reform des Therapieangebotes, denn die derzeit praktizierten Modelle Kurzzeittherapie und Langzeittherapie würden nicht ausreichen. Wie Jerusalem sagte, brauche nicht jeder Patient das gleiche Angebot und es gelte neue Modelle zu entwickeln und umzusetzen. Dazu sollte eine kompetente Arbeitsgruppe von Drogenfachleuten eingesetzt und auch finanziert werden. Da der Drogenkoordinator nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfüge, sei Stadträtin Pittermann aufgefordert, rasch zu handeln.

Jerusalem beschäftigte sich weiters mit der Frage der Entkriminalisierung von Cannabis-Konsumenten. Wie sie sagte, würden rund ein Viertel bis ein Drittel der österreichischen Jugendlichen Cannabis konsumieren. Während viele EU-Länder neue Wege beschreiten und die Konsumenten entkriminalisieren, gebe es in Österreich immer mehr Anzeigen und Verurteilungen. Dies sei nicht der richtige Weg.

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