Frauenpower im ORF: Warum lächelt die Mona Lisa?

"Die Reisen der Mona Lisa" und "Untersuchung an Mädeln"

Wien (OTS) - Ein TV-Abend zum Thema "Frauenpower" - zu sehen am Sonntag, dem 21. März 2004, um 23.20 Uhr in ORF 2: In der Dokumentation "Die Reisen der Mona Lisa" haben sich Regisseur Toni Hernández und Autor Dolors Genovés in ihrem Räume und Epochen umspannenden Dokumentarfilm auf die Spur des Mysteriums des berühmtesten und rätselhaftesten Bildes der abendländischen Kunstgeschichte gemacht - der "Mona Lisa". Das einzigartige Lächeln beschäftigt seit fünfhundert Jahren Historiker, Konservatoren, Reporter, Schriftsteller, Philosophen und sogar Musiker. Eine Theorie, der die Doku nachspürt: Ist Mona Lisa auf dem Bild schwanger? Im Anschluss, um 0.15 Uhr, steht Peter Payers Albert-Drach-Verfilmung "Untersuchung an Mädeln" - mit Elke Winkens und Anna Thalbach - auf dem ORF-Programm.

"Die Reisen der Mona Lisa" (Sonntag, 21. März, 23.20 Uhr, ORF 2): Das einzigartige Lächeln beschäftigt seit fünfhundert Jahren Historiker, Konservatoren, Reporter, Schriftsteller, Philosophen und sogar Musiker. Ob zu Hause im Louvre oder während ihrer Reisen im Ausland, auch 500 Jahre nach ihrer Erschaffung begeistert die Mona Lisa die Massen. Das Interesse an ihr wächst, wo auch immer sie hinkommt. Jede Kultur macht sich das Bild zu Eigen und versieht es mit ihren eigenen Symbolen. In der Dokumentation haben sich Regisseur Toni Hernández und Autor Dolors Genovés in ihrem Räume und Epochen umspannenden Dokumentarfilm auf die Spur des Mysteriums des berühmtesten und rätselhaftesten Bildes der abendländischen Kunstgeschichte gemacht.

Von der keuschen jungen Ehefrau des Giocondo, eines Florentiner Beamten, wurde sie zur Madonna. Mona Lisa inspirierte die Romantiker. Menschen waren gar bereit, für sie zu sterben. Und schließlich wurde sie sogar entführt, von Vincenzo Perrugia, einem Angestellten des Louvre, und erst zwei Jahre später, 1913, konnte ihr Aufenthaltsort ermittelt werden. Nur wenig später, 1919, musste sie den respektlosen Marcel Duchamp ertragen, der sie mit einem Schnurrbart malte, gefolgt von zahllosen weiteren Versionen von Dadaisten, Kubisten, Surrealisten, die ihr die verschiedensten Streiche spielten. Sie erlitt auch einen echten Angriff, als ein junger Bolivianer 1956 einen Stein auf sie schleuderte. Glücklicherweise überstand sie die Attacke - mit nur einem kleinen Kratzer am linken Ellenbogen. Mit ihrem ersten Transatlantiktrip 1963 nach New York, wo sie John F. Kennedy traf, wurde die weltweite Begeisterung für sie noch größer.

Die Mona Lisa ist ein Massenphänomen, ein Rätsel und das Gemälde par excellence: das meistkopierte, meistverehrte, meistbesuchte und meisterklärte Bild der Welt. Sie ist eine Attraktion und ein Bestseller. Was ist der Grund für den faszinierend-melancholischen Blick dieser jungen Frau? Eine Theorie besagt sogar, Mona Lisa sei auf dem Bild schwanger gewesen.

"Untersuchung an Mädeln" (Sonntag, 21. März, 0.15 Uhr, ORF 2): Zwei junge Frauen, Stella Blumauer (Anna Thalbach) und Esmeralda Nemetz (Elke Winkens) werden beim Autostoppen von Josef Trummer (Marian Stermschegg) in dessen Wagen mitgenommen und sexuell missbraucht. Als Trummer nach diesem Ereignis spurlos verschwindet, kommt der Verdacht auf, dass die beiden Mädeln ihn mit einem Werkzeug erschlagen und seiner Barschaft beraubt hätten. Da Stella und Esmeralda keinen guten Ruf haben und in Sachen Männerbekanntschaften als wahllos und verderbt gelten, wird Notwehr als Tatmotiv ausgeschlossen. Bevor das Gericht sein Urteil sprechen kann, werden die beiden von der öffentlichen Meinung sowie von den ermittelnden Behörden und der Presse längst für schuldig befunden. Nur: Die Leiche des angeblich Ermordeten bleibt weiterhin spurlos verschwunden - in "Untersuchung an Mädeln", Peter Payers Verfilmung des gleichnamigen Romans von Albert Drach - von diesem auch als "Kriminalprotokoll" bezeichnet. Neben den beiden "Mädeln" Elke Winkens und Anna Thalbach sind in weiteren Rollen unter anderem Max Tidof, Simon Schwarz, Otto Sander, Branko Samarovski, Martin Brambach, Regina Fritsch, Marcus Bluhm, Max Mayer u. v. a. zu sehen.

Das Drehbuch zu dieser kriminalistischen Satire auf gesellschaftliche Vorurteile, Sexualneid und Frauenverachtung, die in den siebziger Jahren angesiedelt ist, verfasste Regisseur Peter Payer gemeinsam mit dem Autor Wolfgang Beyer.

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