Künftig häufigere Splitträumung in Wien

Wien (OTS) - Weniger Staub und Pestizide - Nach jeder "Schönwetterperiode" muss gekehrt werden - Reinigung der Wiener Verkehrsflächen dauert rund 14 Tage - Ab kommendem Winter 10 bis 15 Prozent Preiserhöhung

Künftig muss Streusplitt nach jeder "Schönwetterperiode" weggeräumt werden. Der Gesetzgeber hat diese neue Regelung erlassen, da im Streusplitt Staub und Spuren von giftigen Pestiziden enthalten sind. "Die neue Verordnung ist grundsätzlich zu begrüßen, da es für die Verkehrsteilnehmer zu geringerer Belastung und erheblicher Luftverbesserung kommt", freut sich Grete Attensam, Vorsitzende des Wiener Ausschusses für Verkehrsflächenreinigung. Doch da jegliche genauere Definition des Wortes "Schönwetterperiode" fehle, fürchtet Attensam, dass es zu Mißbrauch und Fehlauslegungen der neuen Regelung kommt.

"Es gibt Wettersituationen, bei denen um 6:00 Uhr früh bei 0 Grad Celsius gefrierender Nebel ist und gestreut werden muß, aber später um 12:00 Uhr wieder die Sonne scheint und die Temperatur auf über plus 10 Grad Celsius ansteigt". Die Schneeräumer fordern deshalb eine Präzisierung der Gesetzesparagraphen.

Komplette Splittkehrung Wiens dauert 14 Tage

Wurde bis jetzt lediglich einmal - nämlich am Ende der Saison, spätestens bis Ende April - der Splitt weggeräumt, so soll dies ab dem kommenden Winter 2004/2005 weit öfters erfolgen. "Wir rechnen mit rund fünf Kehrdurchgängen pro Saison", meint Attensam. Man müsse allerdings bedenken, dass in Wien ein Kehrdurchgang mindestens 14 Tage in Anspruch nehme. "Das Kehren von Splitt ist nicht einfach, aber teuer - vor allem bei starkem Verkehr. Auch nachts und unter parkenden Autos kann nur erschwert gereinigt werden", schildert Attensam die grundsätzlichen Probleme.

Wirkung von Streuplitt ist beschränkt

Die Wirkung von Streusplitt auf den Verkehrsflächen nimmt nach dem Ausstreuen ständig ab. Etwa nach 10 Tagen schon hat der Splitt seine Wirkung fast vollkommen verloren. Einerseits werden die Steine mechanisch abgenutzt und somit rundlicher, andererseits wird der Splitt mit der Zeit in die Randbereiche abgeschoben und verliert somit völlig seinen Nutzen.

Preiserhöhungen für Winterdienste zu erwarten

"Den Winterdiensten werden durch die neue Verordnung Mehrkosten von rund 10 bis 15 Prozent entstehen", schätzt Attensam. Daher werde es im kommenden Jahr zu Preiserhöhungen bei den Winterdiensten kommen. Die Verträge und somit die Preise für die Winterbetreuung werden in der Regel schon im Sommer abgeschlossen. Der Ausschuss für Verkehrsflächenreinigung der Wirtschaftskammer Wien wird noch zeitgerecht Empfehlungen für die Preisanpassung bekannt geben.

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