Regierungstreffen Vorarlberg - St. Gallen

Gut nachbarschaftliches Arbeitsgespräch in der Landesbibliothek

Bregenz (VLK) - Beim Arbeitsgespräch der Vorarlberger Landesregierung mit der Regierung des Kantons St. Gallen
heute, Dienstag, in der Landesbibliothek in Bregenz wurde
die auch in früheren Jahren immer wieder geübte Tradition freundschaftlicher Besuche und Gespräche mit Nachbarländern fortgesetzt, informierten Landeshauptmann Herbert
Sausgruber und Regierungspräsident Hans Ulrich Stöckling in
einem Pressegespräch. Kernpunkt der Gespräche bildeten insbesondere die Bereiche Verkehr, Sicherheit und
Gesundheit. ****

Beide Seiten betonten dabei die gute
grenzüberschreitende Zusammenarbeit. Bei den im Rahmen des Regierungstreffens angesprochenen Themen ging es neben
konkreten Problemlösungen auch um gegenseitige Information.

Dabei wurden folgende Themen vorgestellt bzw.
besprochen: Auch nach Eingliederung der Zollwache-Bamten in
das Landesgendarmeriekommando für Vorarlberg wird es zu
keinen Schließungen von Zollämtern kommen. Weder die
Öffnungs- noch die Besetztzeiten werden geändert. Die Verkehrsströme über diese Grenzen sind seit langem
eingespielt und sollen nicht wesentlich verändert werden,
führte Landeshauptmann Sausgruber an: "Eine weitere
Kanalisierung von Schwerlastverkehr in Folge der Auflassung kleinerer Grenzübergänge wäre diesen Grenzübergängen und
den Anwohnern der bestehenden Zufahrtsstraßenzüge - auf
beiden Seiten - kaum mehr zumutbar."

Verbesserung der Eisenbahnstrecke Zürich–Lindau–München

Ein besonderes Anliegen der Rgierung des Kantons St.
Gallen ist die Eisenbahnstrecke Zürich – Lindau – München,
die über weite Strecken schon lange nicht mehr dem heutigen Standard entspricht. Besonders gravierend wirkt sich die
fehlende Elektrifizierung zwischen Lindau und Geltendorf
(ca 40 km vor München) aus. Um der langjährigen Forderung
nach Elektrifizierung dieses Streckenabschnittes Nachdruck
zu verleihen, ist von Schweizer Seite auch die Möglichkeit
einer Mitfinanzierung ins Spiel gebracht worden. Dabei geht
es laut Regierungspräsident Stöckling um den Betrag von
rund 50 Millionen Euro, den die Schweiz zur Beschleunigung
des Ausbaus in Deutschland vorfinanzieren könnte. Stöckling
zeigte sich optimistisch, dass der Bundesrat in Bern die
Summe schon für das nächste Programm zur Verbesserung der Verkehrsanbindung der Ostschweiz freigeben wird.

Gesundheit: Zwei Präventionsmodelle

Die Vorarlberger Landesregierung stellte den St. Galler
Kollegen auch zwei Projekte aus dem Gesundheitsbereich vor:
Mit "Jugend & Alkohol – ein gemeindeorientiertes Präventionsprojekt 2004 bis 2008" wird Vorarlberg in den
nächsten fünf Jahren Schauplatz des österreichweit größten Vorsorgeprogrammes, das vom Fonds Gesundes Österreich
bisher mitfinanziert wurde. Unter dem Motto "Mehr Spaß mit
Maß" geht es darum, Jugendliche zu einem kritischen und verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu führen.

Vorgestellt wurde weiters Supromobil, ein neues Konzept
mit mobilen, flexiblen Lösungsansätzen für die Sekundärprävention im Suchtbereich in Vorarlberg. Sekundärprävention wird bei Risikogruppen angewandt:
Personen, die Drogen konsumieren, aber (noch) nicht
abhängig sind.
(tm/dw,nvl)

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