Gehrer: 10 Jahre erfolgreiche Hochschulkooperation in Mitteleuropa

Von regionalen Kooperationen zu gemeinsamen Abschlüssen

Wien, 14. März 2004 (ÖVP-PD) Auf Initiative Österreichs wurde 1993 von Wissenschaftsminister Erhard Busek die Hochschulkooperation CEEPUS (Central European Exchange Program for University Studies) gestartet. Gab es in der Europäischen Union bereits Mobilitätsprogramme wie Sokrates/Erasmus oder Leonardo da Vinci, wurde der Studierendenaustausch mit den osteuropäischen Ländern durch CEEPUS gefördert. Die Studierenden erhalten dabei von dem Land in dem sie studieren ein Stipendium. Österreich stellt für das kommende Jahr Stipendien für rund 250 Studierende aus Osteuropa zur Verfügung. Aus Österreich haben bisher rund 800 Studierende und 400 Lehrende an diesem Programm teilgenommen. ****

"Seit dem Start des Hochschulkooperationsprogramms CEEPUS sind uns beeindruckende Erfolge gelungen. So konnte das Interesse am Austausch mit den mittel - und osteuropäischen Staaten gesteigert werden. Damit erfüllt das Programm eine wichtige Brückenfunktion zwischen diesen Ländern," erklärte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer im Anschluss an die Konferenz. Wichtigstes neues Element bei der universitären Zusammenarbeit der nächsten Jahre ist die im CEEPUS II-Übereinkommen festgelegte Priorität auf so "gemeinsame Abschlüsse". Studierende absolvieren ihr Studium beispielsweise an der Universität Wien und der Universität Budapest und erhalten dafür einen gemeinsamen Abschluss, der in allen europäischen Ländern gilt. Damit werden mit CEEPUS wichtige Pilotprojekte für den Bologna-Prozess umgesetzt.

Österreich hat bei der diesjährigen CEEPUS-Ministerkonferenz den Vorsitz für das kommende Jahr von Polen übernommen. Die Teilnehmerländer sind neben Österreich Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Als Schwerpunkt für den österreichischen Vorsitz nannte Gehrer die Konzentration auf Süd-Ost-Europa: "Nachdem wir in der heutigen Sitzung Serbien und Montenegro als neue Mitglieder aufnehmen konnten, hoffe ich, dass wir innerhalb des kommenden Jahres auch Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Albanien im Kreis der CEEPUS-Länder begrüßen können", betonte die Bildungsministerin.

Im Rahmen von CEEPUS II werden Netzwerke zwischen Hochschuleinrichtungen in der Region mittels Stipendien gefördert. Dazu stellt jedes Mitgliedsland Vollstipendien für Studierende, junge Akademiker, Universitätsassistenten und Professoren aus den anderen Vertragsstaaten zur Verfügung. Seit Beginn des Programms haben insgesamt mehr als 8.000 Studierende und 4.000 Hochschullehrer teilgenommen. Gegenwärtig beteiligen sich 401 Universitäten, Fachhochschulen und Institute an diesem Programm und bilden insgesamt 45 Netzwerke. Aus Österreich beteiligen sich 12 Universitäten, 2 Fachhochschulen und die Donau-Universität Krems.

Die Zahl der Teilnehmer an CEEPUS wächst stetig. Insgesamt haben seit dem Start des Programm 1495 Studierende und 623 Lehrende einen Studienaufenthalt in Österreich absolviert bzw. waren in der Lehre tätig. Durch das CEEPUS II-Übereinkommen soll das akademische Mobilitätsangebot noch umfangreicher und für Studierende attraktiver bei Gewährleistung größtmöglicher Effizienz gestaltet werden. Die von Österreich für das CEEPUS II-Programm zu tragenden Kosten werden auf Basis des Jahres 2003 mit jährlich EUR 285.000,-- für den Unterhalt des CEEPUS-Generalsekretariates und EUR 658.000,-- für Stipendiaten aus den Vertragsstaaten veranschlagt.

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