Tumpel zum Welttag der Konsumenten: Trinkwasser darf zu keiner Handelsware werden!

Tumpel strikt gegen eine Wasserprivatisierung - Trinkwasser muss leistbar bleiben und gute Qualität gesichert werden

Wien (AK) - Kein Ausverkauf unseres Wassers, bekräftigt AK-Präsident Herbert Tumpel anlässlich des morgigen Welttags der Konsumenten mit dem Motto "Wasser als Menschenrecht". Obwohl das EU-Parlament erst vor wenigen Tagen erneut mehrheitlich gegen eine Liberalisierung der Wasserversorgung gestimmt hat, ist das Thema noch nicht vom Tisch, weil die Kommission immer wieder Anläufe für eine Liberalisierung startet. Die Versorgung der Bevölkerung mit lebensnotwendigen Leistungen darf nicht gefährdet werden und unsere gute Trinkwasserqualität muss gesichert bleiben, fordert Tumpel.

Die Liberalisierung ist nur der Stoßtrupp für eine Privatisierung, warnt Tumpel. Die öffentliche Versorgung darf nicht durch ein privates gewinnorientiertes Monopol ersetzt werden. Beispiele aus England oder Frankreich zeigen: Die Preise für die Konsumenten steigen bei privaten Anbietern, die Qualität fällt deutlich ab. Alle Vergleiche zeigen: Die österreichische Siedlungwasserwirtschaft ist Spitze bei der Qualität und steht bei der Effizienz um nichts nach.

Wasser ist ein Gemeingut, der Zugang muss für alle gleich und zu fairen Preisen sein, sagt Tumpel. Das kann nur die öffentliche Hand verlässlich garantieren. Private Unternehmen sind im Gegensatz zu den Gemeinden auf Gewinn aus und investieren kaum. Alles was Geld kostet, würde dann auf der Strecke bleiben, wie zB der Bau neuer Leitungen, meint Tumpel. Die AK lehnt daher strikt eine Privatisierung bei den öffentlichen Dienstleistungen ab. Wasser darf nicht zu einer reinen Handelsware werden.

Der Welttag der Konsumentenrechte soll außerdem daran erinnern, dass die KonsumentInnen auf der schwächeren Seite des Marktes stehen. Die Probleme der Konsumenten kennt die AK aus ihrer Beratung genau. Tumpel: Die Zahl der Beratungen im Konsumentenschutz ist in Wien seit 1995 von 5.000 um 640 Prozent auf 32.000 Beratungen angestiegen. Außerdem hat die AK ihre Konsumentenberatung ausgebaut: mehr Rechtsschutz seit 2002, ein massiver Ausbau der Preishilfe mit neuen Tarif-Wegweisern und Tarif-Vergleichen, eine Online-Beratung und ein Konsumentenschutz-Portal im Internet. Die Rechte der Konsumenten müssen gestärkt werden, sagt Tumpel: Sie brauchen mehr Schutz gegenüber den Banken, Reiseveranstaltern, dem Handel und im Lebensmittelrecht.

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