- 12.03.2004, 18:27:04
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Ferrero-Waldner: Kultur ist, wenn man trotzdem die Hand gibt
Rede anlässlich der Kulturpreisverleihung der Stadt Baden
Baden bei Wien, 12. März 2004 (ÖVP-PD) Anlässlich der
diesjährigen Kulturpreisverleihung der Stadt Baden gratulierte
Außenministerin Benita Ferrero-Waldner den diesjährigen Preisträgern
zu ihren hervorragenden und preiswürdigen Arbeiten. Ferrero-Waldner
drückte ihre Freude über die Einladung zu der Festveranstaltung im
Congress Casino Baden aus, stellte aber auch mit Bedauern fest, dass
zwei Preisträger eben dies zum Anlass genommen hatten, der Verleihung
fernzubleiben. Dazu meinte die Außenministerin: "Ich muss das
akzeptieren, obwohl mir solche Verfeindungen wirklich wesensfremd
sind und ich nicht wüsste, wodurch ich persönlich eine solche
verbitterte Ablehnung und Zurückweisung verdient hätte." ****
Ferrero-Waldner fuhr angesichts dieses bedauerlichen Verhaltens
fort: "Wenn einer zum anderen sagt: 'Für uns beide ist hier kein
Platz - entweder gehst Du oder ich', dann ist damit die feindselige
Haltung beschrieben, die der Herd für die allermeisten Konflikte und
massenhaften Vertreibungen in unserer heutigen Welt ist. Gerade die
internationale Politik ist seit Jahren darum bemüht, das Bewusstsein
der Weltgemeinschaft und der 'einen Welt' zu stärken, das auf dem
Grundsatz beruht: Es muss für alle Platz sein - für Andersfarbige,
für Anderssprachige, für Andersgläubige und für Andersgesinnte."
Ferrero-Waldner spannte in ihrer Rede einen Bogen von ihrer
eigenen Tätigkeit als Diplomatin und Außenpolitikerin zu den
Grundlagen der menschlichen Kultur: "Voraussetzung und fundamentale
Grundlage jeder Kultur ist das Erkennen des Anderen und das
Anerkennen des Anderen als Anderen, das Erkennen und Anerkennen
seiner Lebenskräfte und Lebensantriebe, seiner Möglichkeiten und
seines Entfaltungswillens." Die Außenministerin fügte noch hinzu:
"Jemandem die Hand zu geben oder zu verweigern, das ist auch eine
Frage der Menschenwürde." Versöhnlich rief sie die versammelten
Festgäste auf, den Ferngebliebenen nicht böse zu sein: "Unsere
herzliche Gratulation und unsere Glückwünsche beziehen jedenfalls
auch die Abwesenden mit ein."
Abschließend drückte die Außenministerin der Kulturstadt Baden
ihre Anerkennung aus, als eine der ersten Städte Österreichs bereits
seit 1964 Kultur- und Anerkennungspreise zu vergeben und damit eine
wahre Avantgardistin der kommunalen Kulturpolitik zu sein.
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
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