• 12.03.2004, 10:30:06
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Das war der Schnee - Eine mögliche Schlussbilanz

Stärkste Schneefälle seit 1995 - jetzt beginnt der Frühjahrsputz

Wien (OTS) - Massenweise Schnee und tiefwinterliche Zustände auf
Wiens Straßen - dieser Winter hat bis jetzt mit 92cm Schneehöhe
zugeschlagen. Das waren die stärksten Schneefälle seit dem Winter
1995/96 mit 164cm.

Die MA 48 hat ein rund 2800 km langes Straßennetz zu betreuen.
Diese Länge entspricht der Entfernung Wien - Lissabon. Ausgerüstet
mit Schaufel und Stoßscharre waren bis zu 1400 Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen - davon rund 400 Aushilfsbedienstete - Tag und Nacht
beschäftigt, um den Schneemassen "Herr" zu werden. Dem händisch
tätigen Personal der Straßenreinigung standen bis zu 390 Fahrzeuge
zur Seite. Neben den 79 Großstreufahrzeugen des Fuhrparks, die rund
um die Uhr im Einsatz stehen, und den 179 Kleinfahrzeugen der
Straßenreinigung wurde die MA 48 von mehr als 140 privaten
Streufahrzeugen unterstützt.

Neue Winterdienstverordnung verbessert die Luft

Der Auftaumittelverbrauch betrug 14.800 Tonnen gegenüber 13.000
Tonnen im Winter 2002/03. Der Splittverbrauch beläuft sich auf Grund
der neuen Winterdienstverordnung, trotz der hohen Schneelage und der
vielen Einsätze, nur auf 26.470 Tonnen gegenüber 33.500 Tonnen im
Vorwinter. Der geringere Splittverbrauch wirkt sich auch auf die Luft
- durch eine geringere Staubentwicklung - positiv aus.

Siebzehnmal mussten die privaten Räum- und Streufahrzeuge in den
Dienst gerufen werden, um die MA 48 bei Ihrer Arbeit zu unterstützen.
Dafür wurden rund zwei Mio. Euro ausgegeben. Überhaupt war es ein
sehr teurer Winter. Die geschätzten Kosten für den Ankauf von Splitt,
Auftaumittel, Gehsteigbetreuungen, Schneearbeiter, private LKW zum
Pflügen und Streuen, Anmietung von Radladern, die Schneeabfuhr
betragen bis jetzt rund 8,5 Mio. Euro.

Durch die vielen Nacht- und Wochenendeinsätze fielen bei den
Mitarbeitern der MA 48 gegenüber dem Vorwinter auch viele zusätzliche
Überstunden an. Durch die Schneefälle der vergangenen Tage werden es
rund 40.000 Überstunden mehr als 2002/2003 sein.

Schneeabfuhr im Einsatz

Schnee wurde von bis zu 120 Fahrzeugen von neuralgischen Punkten
abgeführt. Solche Punkte sind beispielsweise große Schneehaufen in
Kreuzungsbereichen und vor Schulen. Auch im Bereich von
Einkaufsstraßen werden die Schneemassen entfernt, womit dem
Einkaufsbummel keine Schneeberge mehr im Weg stehen sollten. So
wurden mit den Transporten der letzten beiden Tagen rund 43.000 m3 zu
einer der Schneeableerstellen bzw. -abtauflächen verbracht. Im
letzten Winter mussten dagegen nur 21.000m3 Schnee abgeführt
werden.****

Reinigungsarbeiten beginnen jetzt

Ein Teil der Arbeiten beginnt jedoch erst. Die Reinigung der
Stadt nach dem Winter wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Die
Arbeiten werden, soweit es der Straßenzustand und die Witterung
zulassen, diesen Freitag mit voller Kraft beginnen.

Hausbesitzer und Hausbesorger sind verpflichtet, das von ihnen
verwendete Streugut selbst einzukehren - aber nicht in den Rinnsal
oder in den Kanal. Bleibt der Splitt zu lange liegen, entwickelt sich
Staub; außerdem besteht Sturzgefahr und das kann rechtliche Folgen
für den Anrainer mit sich bringen. Für Wohnhausanlagen ohne
Hausbesorger sind private Firmen für die Gehsteigbetreuung zuständig.
Mengen bis zu 1m3 Streugut können kostenlos auf jedem der 19 Wiener
Mistplätze abgegeben werden. Größere Mengen nimmt die Deponie
Rautenweg gegen Entgelt entgegen.

rk-Fotoservice: http://www.wien.at/ma53/rkfoto/

(Schluss) fry/bfm

OTS0086    2004-03-12/10:30

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

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