Stadt- und Landesbibliothek zeigt "Des Verfassers beste Laune"

Johann Strauss Vater und das Musik-Business im Biedermeier

Wien (OTS) - Die Wiener Stadt- und Landesbibliothek widmet Johann Strauss Vater zum 200. Geburtstag eine Ausstellung, die gleichzeitig einer der Höhepunkte der vom 7. - 14. März dauernden Johann Strauss Vater - Festwoche "Tanz-Signale 2004" ist.
Anhand von zahlreichen Aquarellen, Lithographien, originalem Notenmaterial, persönlichen Dokumenten etc. werden Leben und Werk des Künstlers zeitgemäß vermittelt. Die Schau ist im neugestalteten Ausstellungskabinett der Bibliothek, Rathaus, Stiege 4, 1. Stock vom 12. März bis 21. Mai bei freiem Eintritt zu sehen. Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag von 9 bis 18.30 Uhr, Freitag von 9 bis 16.30 Uhr.****

Ziel der Ausstellung ist es, den Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, wie der Komponist arbeitete, kreative Ideen umsetzte und auf diese Weise das Musikleben seiner Zeit prägend mitgestaltete. Der Bogen spannt sich vom Kompositionsanlass über den ersten musikalischen Gedanken, über die Instrumentierung und Herstellung des Notenmaterials, das Finden eines passenden Titels bis hin zur Erstaufführung und die dazugehörige Werbung. Johann Strauss' sehr kreativen und überaus erfolgreichen Strategien der Vermarktung seiner Musik ist ein wesentlicher Teil der Ausstellung gewidmet.

Johann Strauss Vater - der Erfinder der U-Musik?

Agierte Johann Strauss Vater bereits nach dem Prinzip "Wie entsteht ein Hit?" fragt der Kurator der Ausstellung Norbert Rubey. Nicht ein musikalischer Gedanke ist Ausgangspunkt, sondern marktorientierte Überlegungen. Der Komponist greift einen aktuellen Anlass auf, entdeckt Marktlücken, weckt neue Bedürfnisse zur Unterhaltung breitester Publikumskreise. Die zu schaffende neue Komposition und deren Aufführung sind also nicht künstlerischer Selbstzweck, sondern Hilfsmittel zur Erreichung der angestrebten Ziele. Die Methode ist älter, als man gemeinhin denkt. Johann Strauss Vater war damit gleichsam ein Erfinder der U-Musik, er führte vor, wie Erfolg auf dem Unterhaltungssektor plan- und machbar wird.

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(Schluss) red

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