Landwirtschaftsausschuss: Nationale Umsetzung der Agrarreform fixiert

Grillitsch: Österreich setzt Weg der naturnahen bäuerlichen Landwirtschaft fort

Wien (AIZ) - "Heute, Mittwoch, wurden im Landwirtschaftsausschuss des Parlaments alle wichtigen Eckpunkte zur nationalen Umsetzung der europäischen Agrarreform in Abstimmung mit dem Österreichischen Bauernbund abgesegnet. Die Umsetzung wird mit 01.01.2005 erfolgen", berichtet Bauernbundpräsident NR Fritz Grillitsch in einer Aussendung.

"Wichtigste Prämisse für die Ausgestaltung der nationalen Regelungen ist die inneragrarische Ausgewogenheit. Diesem Grundsatz entsprechend werden die Zahlungen der Prämien für Kulturpflanzen vollständig entkoppelt, im Bereich der Rinderprämien ist die Beibehaltung einer gekoppelten Mutterkuhprämie zu 100% sowie einer gekoppelten Schlachtprämie von 40% der bisherigen Zahlungen vorgesehen. Übergangsregelungen und Härtefallbestimmungen werden etwaige Benachteiligungen abfedern. Die zusätzlichen aus der Modulation resultierenden Mittel werden einer weiteren Entwicklung des ländlichen Raumes zufließen", so Grillitsch.

Forderungen des Bauernbundes

"Die technische Ausarbeitung der Eckpunkte obliegt nun den Experten. Der Österreichische Bauernbund setzt sich dabei für die Sicherung der bäuerlichen Einkommen sowie die Schaffung von Einkommensperspektiven (etwa durch die Unterstützung und den Ausbau von Erwerbskombinationen und Betriebs-Kooperationen) sowie für Absicherung der sozialen Sicherheit der bäuerlichen Bevölkerung ein", erklärte Grillitsch.

Die weitere Entwicklung des ländlichen Raumes solle Impulse für die Wirtschaft bringen. Eine Umverteilung zwischen den einzelnen Regionen solle verhindert werden, da die bäuerliche Landwirtschaft flächendeckend erhalten bleiben müsse, ebenso wie ihre Multifunktionalität. Weiters gehe es dem Bauernbund um die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit sowie um die Schaffung von neuen Anreizen für Jungbauern und investierende Bauern, die ihren Betrieb zukunfts- und marktorientiert ausrichten wollen.

"Ich bin optimistisch, dass wir in allen Punkten eine positive Entwicklung für die Bäuerinnen und Bauern in Österreich erreichen, solange der EU-Finanzrahmen im Interesse unserer bäuerlicher Familien bestmöglich ausgenutzt wird und die Bundesregierung die nationalen Mittel für das '3-Milliarden-Euro-Paket' zur Verfügung stellt", sagte Grillitsch.
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