Darabos spricht von "letztklassigem politischen Stil" Gehrers

Schwere Wahlniederlagen der ÖVP werden durch Attacken auf den SPÖ-Präsidentschaftskandidaten nicht ungeschehen gemacht

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos sieht in den heutigen Attacken der stv. ÖVP-Chefin Gehrer "nichts anderes als einen Versuch, von den schweren Wahlniederlagen der ÖVP in Salzburg und Kärnten sowie den innerparteilichen Folgen abzulenken". Darabos spricht von einem "letztklassigen politischen Stil" Gehrers: "Um der zugegebenermaßen unangenehmen Auseinandersetzung mit den Problemen der eigenen Partei zu entgehen, schießt sich Gehrer auf den Präsidentschaftskandidaten der SPÖ ein. Das ist sicher keine sinnvolle Problembewältigung", so Darabos, "und schon gar nicht ein fairer politischer Stil der Auseinandersetzung." ****

Für Darabos ist die "große Nervosität" in der ÖVP angesichts der Halbierung der ÖVP in Kärnten und des Verlusts des Landeshauptmannsessels in Salzburg nachvollziehbar. "Dazu kommt, dass es in der ÖVP nun an allen Ecken und Enden brodelt und prominente ÖVP-Politiker bereits offen gegen Parteichef Schüssel auftreten", sagte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer. "Wenn die Konsequenz aus diesem innerparteilichen Debakel unqualifizierte Attacken gegen Heinz Fischer - anstelle eines sofortigen politischen Kurswechsels - sind, kann man sich angesichts dieser Art von Krisenbewältigung bereits auf eine veritable Regierungskrise einstellen", so Darabos am Mittwoch gegenüber dem Pressedienst der SPÖ.

Schließlich stellte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer noch klar, dass Heinz Fischer seine Funktionen als stellvertretender SPÖ-Vorsitzender und als Mitglied des Bundesparteivorstandes zurücklegt, um schon in der Wahlwerbung sein Bekenntnis zur Überparteilichkeit bei der Ausübung des Amtes des Bundespräsidenten zu unterstreichen. (Schluss) se

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