Steibl: Ruf nach Kinderbetreuungsplätzen nicht nachvollziehbar

Tumpel muss die Bundesregierung auch arbeiten lassen

Wien, 10. März 2004 (ÖVP-PK) "Völlig aus der Luft gegriffen und praxisfern sind die Forderungen von Herbert Tumpel nach zusätzlichen 90.000 Kinderbetreuungsplätzen", erklärte ÖVP-Familiensprecherin ÖAAB-Bundesobmann-Stv. Abg.z.NR Ridi Steibl heute, Mittwoch, zu jüngsten Aussagen des AK-Präsidenten. "Mit innovativen Vereinbarkeitsmaßnahmen und dem Kinderbetreuungsgeld mit Zuverdienstmöglichkeit haben wir einen neuen Reformweg in der Familienpolitik eingeschlagen, nur man muss die Bundesregierung auch arbeiten lassen. Manche Maßnahmen greifen eben nicht über Nacht, das sollte auch bis in die Arbeiterkammer vorgedrungen sein", so Steibl. ****

Österreich liege bei der Familienförderung und bei seinen Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie im europäischen Vergleich im Spitzenfeld, das bestätige auch die letzte OECD-Studie, die Österreich mehr Unterstützung für Kleinkinder als anderen Ländern bescheinige, der Rekord bei Kindergeld-Beziehern sei ein weiterer Beweis für eine erfolgreiche Familienpolitik, erklärte die ÖVP-Familiensprecherin. Das zuständige Ministerium mit Staatssekretärin Haubner wäre gerade daran, den Bedarf zu erheben, wie viele Kinderbetreuungsplätze tatsächlich benötigt werden, die Zahl von 90.000 wäre für Steibl "nicht nachvollziehbar".

"Es kann aber nicht sein, dass Kinderbetreuung nur staatlich organisiert erfolgt. Gerade in den Bundesländern werden vielfach andere Kinderbetreuungsformen gewählt, wie zum Beispiel Tagesmütter oder Betriebskindergärten", führte Steibl vor allem die Steiermark als Beispiel an. Es gehe hier nicht um Zahlenspiele, sondern um die Tatsache, dass immer mehr Frauen berufstätig sind. "Mit 62,3 Prozent haben wir die höchste Frauenerwerbsquote. Ein Schritt zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie war die Schaffung von mehr als 40.000 Kinderbetreuungsplätzen in den letzten Jahren. Der nächste Schritt ist die Ausdehnung der Nachmittagsbetreuung für Schüler um 20 Prozent, dies schaffe wiederum 15.000 Betreuungsplätze."

Nicht vergessen dürfe man auch die Ausdehnung des Kinderbetreuungsgeldes auch auf Mehrlingsgeburten sowie den Anspruch auf Elternteilzeit. Beim Kinderbetreuungsgipfel sei bereits eng mit den Ländern zusammengearbeitet worden. "Die ÖVP will als Familienpartei ein flexibles, bedarfsorientiertes und kostendeckendes Kinderbetreuungsangebot." Man könne den Gemeinden kein Modell aufoktroyieren, da der Bedarf in den Gemeinden sehr unterschiedlich sei. Diese Frage müsse man etwas diplomatischer angehen, erklärte Steibl abschließend.

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