Haider in NEWS: "Neoliberale Politik Schüssels war nie unser Weg."

Nach Kärnten-Wahl positioniert Haider die FPÖ "zurück zu unseren Wurzeln der Anständigkeit" - Haider zum Bundes-Comeback: "Wir bereden das in aller Friedlichkeit".

Wien (OTS) - In einem Interview mit der Donnerstag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS erklärt der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider: "Die neoliberale Politik Schüssels war nie unser Weg." Die ÖVP signalisiere "eine gewisse soziale Kälte. Die Wurstsemmeldebatte war soziale Kälte und Arroganz in Reinkultur. Es ist offenkundig, dass die ÖVP Signale gesetzt hat, die die Wähler verärgert und enttäuscht haben."

Schüssel, der jetzt "durch seine ihn innig liebenden Parteifreunde etwa in Niederösterreich unter Druck gerät", sollte jetzt bei der "Harmonisierung und der Endfassung der Steuerreform dafür sorgen, dass es ein vertretbares Paket wird. Es darf nicht mehr der Eindruck entstehen, dass man die Großen zu Lasten der Kleinen schont."

Einem Comeback als Bundesobmann der FPÖ steht Haider einige Tage nach der Landtagswahl nun nicht mehr so ablehnend gegenüber wie in den ersten Stunden danach: "Wir werden das in aller Friedlichkeit bereden. Ich bin auf alle Fälle gerne mal Berater der FPÖ."

Die FPÖ sei der "Schutzpatron der kleinen Leute. Ich werde nie in die Verlegenheit kommen, dass mir jemand eine Homepage zahlt, damit ich New Economy mache. Ich habe mein Herz am rechten Fleck", sagt Haider weiter in Anspielung auf Finanzminister Karl-Heinz Grasser.

Auf Engagements für Franz Fiedler im Hofburg-Rennen und für die FPÖ bei der EU-Wahl angesprochen erklärt Haider: "Fiedler war sicher kein Kandidat der ÖVP, aber er ist ein sehr guter Kandidat. Die Frage ist, ob in Österreich so viel Druck gemacht wird, um ihn zu verhindern." Ob er sich in Sachen EU engagiere "weiß ich noch nicht. Wenn man sich einbringt, muss das gescheit gemacht werden. Was die Menschen am meisten ärgert ist, dass das EU-Parlament ein zahnloser Tiger, eine Diätenverrechnungseinrichtung ist." Die Spesendebatte sei "mit ein Grund für das Glaubwürdigkeitsdefizit der FPÖ. Wir müssen zurück zu unseren Wurzeln und zurück zur Anständigkeit."

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