Niederwieser zu Noten und Sitzenbleiben: Unbekanntes schwer vorstellbar

Wien (SK) "Offensichtlich kann man sich Sachen, die man nicht kennt, schwer vorstellen", kommentiert SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser die heute, Donnerstag, veröffentlichten Ergebnisse der Spectra-Studie zur Beibehaltung von Noten und und Sitzenbleiben. Die Einstellung der Bevölkerung sei nicht überraschend, viele Menschen würden das Schulsystem aus ihrem eigenen Erfahrungsbereich heraus beurteilen. Zudem gebe es von PolitikerInnen der Regierungsparteien anstatt Information und seriöser Bildungspolitik immer wieder völlig falsche Signale, kreidete Niederwieser an. "Es liegt noch viel Aufklärungsarbeit vor uns, um die Schule besser zu machen", so der SPÖ-Bildungssprecher. ****

Dass die Abschaffung von Ziffernnoten zu besseren Lernergebnissen führe, habe die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden mit ihren eindrucksvollen Ergebnissen bei der Pisa-Studie beispielhaft bewiesen, argumentiert Niederwieser. Auch hier sei der jetzigen 100-prozentigen Zustimmung bei SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen ein langer Prozess vorausgegangen, bei dem besonders die LehrerInnen glaubten, ohne Noten gäbe es keine Leistungen. Es sei erfreulich, dass sich bei der österreichischen Spectra-Umfrage zumindest ein Fünftel der Befragten im Volksschulbereich für eine andere Beurteilung als Ziffernnoten ausspricht. "Wir befinden uns auf dem richtigen Weg. Immer mehr würden durch persönliche Betroffenheit die Vorteile individueller Förderung der SchülerInnen, das Ernst nehmen von Stärken und Schwächen und eine detaillierte Rückmeldungen über Lernfortschritte zu schätzen wissen", so Niederwieser.

Zu den heutigen Aussagen von ÖVP-Bildungssprecher Werner Amon merkte Niederwieser an, dass es sich hier um reine Ankündigungspolitik handle. "20 Prozent mehr Nachmittagsbetreuung und die Einführung von Bildungsstandards sind ungelegte Eier. Faktum ist, dass bei Bildung, Wissenschaft und Forschung nur mehr der Sparstift angesetzt wird und durch einen Schwall von Ankündigungen übertüncht werden soll. Dieser brutale Kurs des Zusammenstreichens von Angeboten ist in Österreich beispiellos", schloss Niederwieser. (Schluss) ns/mm

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