OeNB - Anzahl der Kreditinstitute in Österreich und deren Beschäftigte

~ Stand: 31.12.2003 Auf Basis der vergebenen Konzessionen Wien (OTS) - - Trend zur Reduktion der Bankstellen setzte sich 2003 fort; Rückgang um 81 Standorte (- 1,5%). - Mit 5.297 Bankstellen rd. 8% weniger als vor 10 Jahren. - Anzahl der Bankbeschäftigten ging 2003 um 0,7% auf 75.245 zurück, in Kapazitäten gemessen sogar um 3,0%. - 22 Banken waren zum Ultimo 2003 zu 100% und sieben weitere mehrheitlich in Auslandsbesitz. - Inländische Kreditinstitute betrieben Ende 2003 27 Filialen und 44 Repräsentanzen im Ausland. ~

Die Anzahl der Hauptanstalten der österreichischen Kreditinstitute hat sich 2003 um elf auf 896 verringert. Vor 10 Jahren hatte es noch um 167 Kreditinstitute mehr gegeben. Die Zweigstellen zeigten 2003 einen Rückgang von 4.471 auf 4.401. Somit wurden die Bankstellen in Österreich im Berichtszeitraum um 81 Plätze vermindert. Der Trend zur Reduktion des Bankstellennetzes hat sich damit 2003 weiter fortgesetzt.

Die Verringerung der Hauptanstalten basiert auf 14 Fusionen, sechs Schließungen und neun Neugründungen. Schließungsgründe waren in allen Fällen Konzessionszurücklegungen.

Entwicklung der Bankstellen Jahres- Neugrün- Schlies- Fusionier- VAE ultimo dungen sungen ungen insgesamt H Z H Z H Z H Z H+Z 1990 ... +7 +115 -3 -30 -34 +34 -30 +119 +89 1991 ... +9 +85 -2 -39 -52 +51 -45 +97 +52 1992 ... +5 +71 -1 -61 -65 +63 -61 +73 +12 1993 ... +3 +46 -4 -62 -40 +40 -41 +24 -17 1994 ... +10 +40 - -67 -20 +19 -10 -8 -18 1995 ... +4 +47 -3 -55 -13 +11 -12 +3 -9 1996 ... +2 +36 - -51 -24 +23 -22 +8 -14 1997 ... +4 +38 -3 -62 -25 +21 -24 -3 -27 1998 ... +7 +47 -3 -182 -28 +20 -24 -115 -139 1999 ... +2 +68 -2 -88 -20 +20 -20 - -20 2000 ... +4 +49 -6 -92 -26 +23 -28 -20 -48 2001 ... +8 +65 -4 -91 -20 +16 -16 -10 -26 2002 ... +17 +33 -4 -120 -13 +12 - -75 -75 2003 ... +9 +38 -6 -122 -14 +14 -11 -70 -81

H = Hauptanstalten
Z = Zweigstellen

Regional wirkten sich die 47 Neugründungen von Bankstellen auf Wien mit 14, Niederösterreich mit zehn, Steiermark mit sieben, Oberösterreich mit sechs, Tirol mit fünf, Salzburg mit drei, sowie Kärnten und Vorarlberg mit jeweils einer aus.

Die Schließungen der 128 Bankstellen verteilten sich auf Wien (24), Niederösterreich (23), Oberösterreich und Steiermark (jeweils 21), Salzburg und Kärnten (jeweils neun), Vorarlberg acht, Burgenland sieben und Tirol sechs.

Die auffällige Anzahl von Schießungen ist zu einem Großteil auf die Fortsetzung der Standortbereinigung der Bank Austria Creditanstalt zurückzuführen.

Im Berichtszeitraum fanden 14 Fusionen (2002: 13) statt und zwar sechs in Niederösterreich, vier in Tirol, zwei in Oberösterreich sowie jeweils eine im Burgenland und in Kärnten.

In den 896 Kreditinstituten waren 22 Zweigniederlassungen ausländischer Banken in Österreich enthalten.Darüber hinaus befanden sich 11 Aktienbanken und 11 Sonderbanken zu 100%, weitere vier Aktienbanken, eine Sparkasse und zwei Sonderbanken mehrheitlich in Auslandsbesitz.

Entwicklung der in Österreich tätigen Kreditinstitute im Auslandsbesitz 1990 1995 2000 2001 2002 2003 100% Auslandsbesitz ............... 14 17 18 19 20 22 davon aus EU-Ländern.......... 5 8 9 10 11 12 davon aus anderen Ländern .... 9 9 9 9 9 10 50 - unter 100% Auslandsbesitz .... 10 13 11 9 9 7 davon aus EU-Ländern ......... 4 7 7 4 5 3 davon aus anderen Ländern .... 6 6 4 5 4 4 Zweigniederlassung ausl.Banken .... 2 7 16 18 18 22 davon aus EU-Ländern ......... 1 3 15 17 17 21 davon aus anderen Ländern .... 1 4 1 1 1 1

Der Vergleich zeigt für 2003 vor allem eine Zunahme bei den aus der EU kommenden Zweigniederlassungen, was den seit dem Beitritt zur Währungsunion feststellbaren Trend zur Ausnützung der Niederlassungsfreiheit bestätigt.

Darüber hinaus übten noch weitere 225 Kreditinstitute zum Berichtszeitpunkt ihre Tätigkeit in Österreich auf Basis der Dienstleistungsfreiheit aus (2002: 212).

2003 wurden von inländischen Kreditinstituten 27 Filialen (2002:
25) und 44 Repräsentanzen (2002: 46) im Ausland betrieben. Nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung:

Anzahl Filialen, Repräsentanzen im Ausland Filialen Repräsentanzen 1990 ..... 9 66 1995 ..... 15 72 2000 ..... 24 60 2001 ..... 21 43 2002 ..... 25 46 2003 ..... 27 44

Die Anzahl der Beschäftigten (nach Köpfen) im österreichischen Bankwesen hat sich zum Stichtag 31.12.2003 gegenüber dem Vorjahr von 75.779 um 534 Mitarbeiter (bzw. 0,7%) auf 75.245 verringert. Verglichen mit dem Höchststand (1992) liegt der Mitarbeiterstand dzt. nur um 1.887 Mitarbeiter bzw. rd. 2,4% niedriger.

Bei kapazitätsorientierter Betrachtung ergibt sich aber gegenüber 2002 eine Reduktion um 2.062 oder -3,0% Beschäftigte auf 67.463.

Dieses Ergebnis entspricht auch in etwa dem Verlauf der Entwicklung der Personalauf-wendungen im Bankensektor (siehe:
Presseaussendung vom 1.3.2004 über die Ertragslage der in Österreich tätigen Kreditinstitute).

Die sektorale Betrachtung zeigt den größten Personalrückgang im Sparkassensektor (rd. 2,5%) und bei den Aktienbanken und Bankiers (rd. 1,7%). Der Sparkassensektor ist trotzdem nach wie vor größter Arbeitgeber des österreichischen Kreditwesens.

Nennenswerte Ausweitungen des Mitarbeiterstandes erfolgten im Raiffeisensektor (+0,5%) und im Sonderbankensektor (+3,4%).

Wien, das Ende 2003 mit 41,7% den größten Anteil an Beschäftigen im österreichischen Bankwesen hatte, und Tirol verzeichneten mit -1,8% bzw. -2,5% die größten Rückgänge der Beschäftigten.

Die Abnahme der Hauptbeschäftigten (-1.518) verteilt sich mit -844 auf die weiblichen und mit -674 auf die männlichen Mitarbeiter. Der Zugang an Teilzeitbeschäftigten wurde 2003 fortgesetzt; und zwar bei den Männern mit +222 und den Frauen mit +762.

Text und erklärende Grafiken dieser Presseaussendung werden auf http://www.oenb.at veröffentlicht.

Weitere statistische Informationen unter
www.dieaktuellezahl.oenb.at

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