Bau- und Holzarbeiter unterstützen das Pensions-Volksbegehren

Gegen Pensionsraub - für gerechte Harmonisierung

Wien (FSG-GBH) - Klare Unterstützung des Pensions-Volksbegehrens gibt es von Seiten der FSG Bau-Holz. FSG Bau-Holz-Vorsitzender Johann Driemer:"Gerade die Bau- und HolzarbeiterInnen sind von der unsozialen Vorgangsweise der Bundesregierung in Sachen Pensionsreform am schwersten betroffen! Deshalb unterstützen wir, übrigens gemeinsam mit den KollegInnen der FCG Bau-Holz, das Pensions-Volksbegehren!"++++

Driemer weiter: "Durch die Eingriffe beim Pensionsantrittsalter werden gerade unsere KollegInnen in den Bau- und Holzbranchen in die Altersarbeitslosigkeit gedrängt. Denn kaum ein Bauarbeiter ist mit Mitte fünfzig gesundheitlich noch in der Lage, auf einer Baustelle zu arbeiten. Man kann einen solch belastenden Beruf nicht 45 oder gar 50 Jahre lang ausüben, ohne schwerste gesundheitliche Folgen davonzutragen. Und es gibt nach wie vor keine Schwerarbeitsregelung, die Bauarbeitern ein realistisch erreichbares Pensionsantrittsalter ermöglicht. Ähnliches gilt für viele andere Bereiche in den Bau- und Holzbranchen. Auch die jetzt bereits wirksam werdenden finanziellen Kürzungen bei Pensions-Neueintritten bekommen unsere KollegInnen besonders zu spüren. Das Beispiel eines Malers, der rund zwölf Prozent an Pensionskürzung hinnehmen muss, war kürzlich in zahlreichen Zeitungen nachzulesen und ist keineswegs ein Einzelfall, wie auch die PVA bestätigt. Sogar die sogenannten 'Hackler' mit mehr als 45 Beitragsjahren sind von Kürzungen betroffen! Und sogar in bestehende Pensionen wurde - trotz gegenteiliger Versprechungen -eingegriffen. Der Verlustausgleich für Bruttopensionen bis 780 Euro ist reine Kosmetik. PensionistInnen mit 1.300 Euro brutto und mehr haben auch weiterhin Verluste zu tragen."

Driemer abschließend: "Die FSG Bau-Holz fordert im Namen der rund 260.000 Bau- und HolzarbeiterInnen und ihrer Familien mit den InitiatorInnen des Pensionsvolksbegehrens gerechte Pensionen für alle durch eine langfristige Harmonisierung der Pensionssysteme, eine langfristige Absicherung der Finanzierbarkeit unseres Pensionssystems, ein klares Bekenntnis zum Generationenvertrag und zum umlagefinanzierten Pensionssystem, die Weiterentwicklung und Sicherung unseres weltweit anerkannten staatlichen Pensionssystems, die Beachtung des Vertrauensgrundsatzes durch Wahrung erworbener Pensionsansprüche, die Sicherung des Lebensstandards im Alter und die Berücksichtigung des Arbeitsmarktes bei der Gestaltung des Pensionsantrittsalters! Nur so kann es gelingen, in Österreich ein Pensionssystem zu schaffen, das sozial ausgewogen ist und Weichen für soziale Gerechtigkeit auch für die Zukunft stellt! Wir werden das Volksbegehren unterschreiben und so dazu beitragen, dass die sogenannte 'Pensionssicherungsreform' der Bundesregierung im Parlament noch einmal völlig überdacht und neu diskutiert werden muss."

FSG, 10. März 2004 Nr. 23

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