ÖAMTC fordert nach schwerem Unfall auf Westautobahn Gurtenpflicht für Lkw und Busse

Lkw-Lenker wurde aus dem Führerhaus geschleudert und überrollt

Wien (ÖAMTC-Presse) - Nach dem schweren Lkw-Unfall Mittwochfrüh auf der Westautobahn (A 1) bei Haag wiederholt der ÖAMTC seine Forderung nach der Ausdehnung der Gurten-Ausstattungspflicht auf alle Lkw und Busse. Wie berichtet, wurde der Lkw-Lenker bei diesem tragischen Unfall aus dem Führerhaus geschleudert und von einem nachkommenden Pkw überrollt. Er erlitt tödliche Verletzungen.

Das Anlegen des Sicherheitsgurtes sollte für Lkw-Lenker genauso selbstverständlich werden wie für Pkw-Insassen. Laut Statistik wird nur ein Prozent der angegurteten Pkw-Unfalllenker getötet, allerdings sterben sieben Prozent der ungesicherten Lenker an den Folgen eines Verkehrsunfalls. "Diese Zahlen untermauern die Wirksamkeit des Sicherheitsgurtes und dessen Einfluss auf die Unfallschwere deutlich. Aus diesem Grund sollte das Anschnallen auch für Lkw- und Buslenker eine Selbstverständlichkeit sein", sagt ÖAMTC-Verkehrssicherheitsexperte Roman Michalek.

Den Lenker persönlich und rechtlich abzusichern, war ein Hauptanliegen der Initiative "Sicherer Schwerverkehr", die der ÖAMTC vor einem Jahr ins Leben gerufen hat. Die Initiative zog weite Kreise: Auf Anregung von Vizekanzler und Infrastrukturminister Hubert Gorbach wurden Experten-Arbeitsgruppen zum Thema Schwerverkehr installiert mit dem Ziel, maßgebliche Handlungsfelder aufzuzeigen, um den Lkw-Verkehr auf Österreichs Straßen sicherer zu machen. Ende Februar präsentierten Infrastrukturministerium, Innenministerium und ÖAMTC bei einer gemeinsamen Pressekonferenz die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zum Thema Schwerverkehr. Nun gilt es, die Empfehlungen der Experten raschest möglich umzusetzen.

"Der heutige Unfall hat die Wichtigkeit der ÖAMTC-Initiative 'Sicherer Schwerverkehr' verdeutlicht", sagt Michalek. Es sind klare gesetzliche Regelungen zum Schutz jedes einzelnen Fahrzeuglenkers nötig, die von der Exekutive entsprechend streng überwacht werden müssen, um die Sicherheit des Lkw-Verkehrs und somit die Verkehrssicherheit insgesamt auf Österreichs Straßen nachhaltig zu erhöhen.

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ÖAMTC-Pressestelle/Elvira Oberweger

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